Finanzen   18.11.2016

Senkung Künstlersozialabgabe: ab 2017 nur noch 4,8%

Die Künstlersozialabgabe sinkt. Für das Jahr 2017 sind für Unternehmen nur noch 4,8% fällig. Wer das gleich mit einplant, wenn im Unternehmen regelmäßig Künstler, Designer oder Grafiker beauftragt werden, erlebt keine Überraschungen.

Senkung Künstlersozialabgabe: Ab 2017 nur noch 4,8%

Nicht nur für Künstler im herkömmlichen Sinne fällt die Künstlersozialabgabe an. Hierzu gehören z.B. auch Texter, Werbefotografen, oder Schauspieler.

Die Künstlersozialkasse ist ein Versorgungswerk für Selbstständige. Für bestimmte Berufsgruppen ist für Selbstständige die Künstlersozialkasse eine Pflichtversicherung. Sie betrifft Künstler und Publizisten, also zum Beispiel Schauspielerinnen, Ballett-Tänzer, Puppenspielerinnen, Quizmaster, Theaterpädagogen, Texterinnen, Musical-Darsteller, Opernsänger, Maskenbildnerinnen, Werbefotografen, Videokünstler, Übersetzer, Lektoren, Journalisten, Aktionskünstler und auch Gold- und Silberschmiede.

Die Künstlersozialkasse wurde vom Gesetzgeber geschaffen, um Freischaffenden in Kunst und Kultur eine stetige Kranken- und Rentenversicherung zu ermöglichen. Die Pflichtversicherten zahlen Versicherungsbeiträge, die sich an ihren Umsätzen orientieren. Die Künstlersozialkasse bekommt allerdings auch Zuschüsse und sie wird von den Verwertern mitfinanziert. Das ist die Künstlersozialabgabe.

Wer zahlt Künstlersozialabgabe?

Verwerter ist derjenige, der regelmäßig Aufträge an Künstler oder publizistisch Tätige verteilt. Dazu gehören Grafikdesignaufträge ebenso wie der Texter, der deinen Claim entwickelt, oder die Übersetzerin, die Eure Imagebroschüre ins Englische und Spanische transferiert.

Auf den Webseiten der Künstlersozialkasse findest du alle nötigen Informationen dazu, wie und ob du Künstlersozialabgabe abführen musst. Voraussetzung ist zum Beispiel, dass dein Unternehmen regelmäßig Dienstleistungen der pflichtversicherten Berufsgruppen beauftragt. Bei Varieté-Besitzern oder Kunsthändlern ist die Sache eindeutig. Viele Unternehmen haben aber nur gelegentlich mit Künstlern und Publizisten zu tun, z.B. wenn Werbematerialien gestaltet werden sollen oder ein Moderator für eine Veranstaltung engagiert wird. Wer nur alle paar Jahre einen Kleinstauftrag vergibt, kann von der Abgabe befreit sein.

Fragen kostet nichts

Generell gilt: Es tut nicht weh, bei der Künstlersozialkasse direkt nachzufragen, wenn man mit den Meldebögen nicht zurecht kommt. Die Mitarbeitenden in Wilhelmshaven, wo die Künstlersozialkasse angesiedelt ist, sind nicht nur für die Versicherten zuständig, sondern geben auch den Verwertern die nötigen Auskünfte.

Warum schwankt der Beitragssatz?

Ob der Beitragssatz sinkt oder steigt, hängt auch von den Unternehmen ab, die die Künstlersozialabgabe leisten. Wenn alle ihren Abgabepflichten nachkommen, ist der Beitragssatz geringer. Darum, dass die Abgabe tatsächlich geleistet wird, kümmert sich unter anderem die Deutsche Rentenversicherung. Dein Unternehmen ist verpflichtet, den Stellen Auskunft zu geben.

Für Unternehmen gehört die Künstlersozialabgabe, genau wie das gezahlte Honorar und die Umsatzsteuer, zu den Betriebsausgaben. Sie ist steuerlich absetzbar. Und wer sich rechtzeitig kümmert, hat damit auch insgesamt wenig bürokratischen Aufwand.

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