Finanzen   12.12.2013

SEPA-Lastschrift ab 2014 – die neuen Regeln

Die Umstellung auf SEPA kommt ab 1. Februar 2014. (Was es mit SEPA und IBAN grundsätzlich auf sich hat, darüber haben wir bereits Informationen für dich zusammengetragen.) Wenn du als Zahlungsempfänger/-in am SEPA-Lastschriftverfahren teilnimmst, ändert sich ein bisschen was für dich im Vergleich zum alten Lastschriftverfahren. 

Das SEPA-Lastschriftverfahren

Die Gläubigeridentifikationsnummer

Für das SEPA-Lastschriftverfahren brauchst du eine Identifikationsnummer als Zahlungsempfänger (auch „Gläubiger-ID“ genannt). Diese Nummer erhältst du kostenlos bei der Deutschen Bundesbank, sofern dein Wohnsitz in Deutschland liegt.

Die Einzugsermächtigung wird zum Lastschriftmandat

Europa wächst zusammen - und SEPA erleichtert grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr!

Europa wächst zusammen – und SEPA erleichtert grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr!

Bestehende Einzugsermächtigungen verfallen nicht. Du musst deinen Kundinnen und Kunden aber deine neue Gläubiger-ID, den Zeitpunkt des Wechsels auf das SEPA-Verfahren und die jeweilige Mandatsreferenz (s.u.) mitteilen. Achtung: Sollte innerhalb der 36 Monate nach Umstellung auf das SEPA-Verfahren keine Lastschrift mehr bei einem bestimmten Kunden vorgenommen werden, verfällt die Gültigkeit der „alten“ Ermächtigung! Dann brauchst du ein neues Lastschriftmandat von deinem Kunden! Ein Lastschriftmandat enthält die Ermächtigung, künftig Lastschriftbeiträge einziehen zu dürfen. Das Mandat gilt, bis es widerrufen wird.

Dein Kreditinstitut hat Musterformulare für dich, mit denen du künftig die Ermächtigung deiner Kunden einholen kannst! Viele der Muster haben die Banken schon jetzt für ihre Kundinnen und Kunden online hinterlegt!

IBAN und BIC

Du benötigst die IBAN (die weltweit gültige Nummer eines Girokontos, die “International Bank Account Number”) und die BIC (den „Business Identifier Code“, das ist die Nummer zur Identifizierung des jeweiligen Kreditinstituts) des Kontos deines Kunden, um am SEPA-Lastschriftverfahren teilzunehmen.

Mandatsreferenz

Entwickle für deine Lastschrifts-Mandaten eine Systematik für die Mandats-Refererenznummern. Du kennst das von Rechnungsnummern, die man ebenfalls eindeutig einer Rechnung zuordnen müssen kann. Jedes Lastschriftmandat braucht eine eigene Referenznummer!

Anforderungen an die Mandatsreferenzen:

  • Du kannst dir eine eigene Systematik ausdenken, genau wie du es bei Rechnungsnummern darfst – sie müssen allerdings eindeutig zuzuordnen sein.
  • Deine Mandatsreferenzen dürfen eine Kombination aus Ziffern und Buchstaben sein.
  • Eine Mandatsreferenz darf höchstens 35 Stellen haben.
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