Organisation   04.6.2019

Souverän gute Präsentationen und Vorträge halten

In zahlreichen Berufen gehört das Halten von Vorträgen zu den wichtigen Aufgaben. Im Zuge von Präsentationen müssen Kreative genauso wie Mitarbeiter der Administration oder der Buchhaltung gegenüber Kunden oder Vorgesetzten Vorträge halten. Immer mehr Situationen in der Arbeitswelt führen dazu, dass Berufstätige im Meeting, während des Treffens mit dem Kunden oder in der Projektbesprechung mit dem Team Präsentationen halten müssen. Daher lohnt sich die Überlegung, wie sich Redner der Herausforderung stellen und mit welchen Mitteln sie sich vorbereiten können, wenn sie Vorträge halten.

  1. Wozu dient die Präsentation?
  2. Warum ist die Form der Präsentation so wichtig?
  3. Wie ist eine Präsentation aufgebaut?
  4. Tipps für beeindruckende Vorträge
  5. 6 wichtige Grundregeln für Vorträge
  6. Wie sorgst Du für einen gelungenen Einstieg?
  7. Wie stellt man in der Präsentation persönliche Nähe her?
  8. Checkliste zum Präsentationen halten
Vorträge halten

Mit ein paar Tipps im Gepäck wirst auch du künftig deine Inhalte souverän präsentieren und gerne Vorträge halten! Am allerwichtigsten: üben, üben, üben! (Bild © pexels.com)

Vorträge halten – Was zählt zu den Grundlagen?

Extrovertierten Menschen, die gerne kommunizieren und offen auf Menschen zugehen, fällt es leichter, vor einer Gruppe zu sprechen. Wer mehr praktisch und handwerklich orientiert ist, dem stellt ein Vortrag, den er zu halten hat, eine sehr viel größere Herausforderung. Doch das Halten von Vorträgen kannst Du auch erlernen. Dafür solltest Du Dir im Vorfeld ein paar Dinge zum Thema gute Präsentationen halten überlegen. 

Wozu dient die Präsentation?

Der Vortrag ist eine mehr oder weniger frei gehaltene Rede vor einem Publikum und erfüllt dabei zwei zentrale Aufgaben.

  • Informationsvermittlung durch Präsentationen
    Eine Präsentation oder ein Vortrag hat die Aufgabe, Informationen an Dein Publikum weiter zu geben. Dabei gilt es, bei Deinen Zuhörern erhöhtes Interesse für das vorgetragene Thema zu wecken. Erfolgreiche Redner verschaffen ihrem Publikum einen ausreichenden Überblick, wenn sie einen Vortrag halten, um die erforderliche Aufmerksamkeit zu erlangen.
  • Überzeugungsarbeit durch Vorträge
    Oftmals dient eine Präsentation oder ein Vortrag dazu, um für einen eigenen Standpunkt, ein Produkt oder ein Projekt zu werben. Dabei stehen die Vortragsredner in der Herausforderung, gegenüber ihren Zuhörern eine gründlich vorbereitete Überzeugungsarbeit zu leisten, während sie ihre Präsentation halten. Die Lebendigkeit als Mittel des Vortrags bezieht die Zuhörer mit ein, um diese zu überzeugen und herauszufordern. Ein Vortrag ist dann als erfolgreich anzusehen, wenn er eine Diskussion nicht nur anregt, sondern deren Inhalt auch in eine gewünschte Richtung steuert. 

Gute Vorträge halten – Warum ist die Form der Präsentation so wichtig?

Da es vorrangig darum geht, dem Publikum Informationen zu vermitteln, stellt sich die berechtigte Frage, warum diese nicht einfach mittels schriftlichem Informationsmaterial weiter gegeben werden und warum es vorzuziehen ist, wenn Redner einen persönlichen Vortrag halten. Die Antwort liegt in der Beschaffenheit des Publikums, das in besonderem Maße auf die persönliche Begegnung ausgerichtet ist. Der persönliche Vortrag bewirkt ein deutlich anderes Ergebnis beim Zuhörer, als die gedruckte Information beim Leser.

Die persönliche Begegnung überzeugt
Der Zuhörer nimmt die Information, die in der persönlichen Begegnung überbracht wird, vorwiegend in der Form auf, die den Absichten des Redners entspricht. Dahingegen lässt das gedruckte Wort sehr viel mehr Spielraum für eigene Auslegungen durch den Leser. Wenn daher Mitarbeiter eines Unternehmens eine Präsentation vor Kunden halten, dann haben sie erheblich höhere Chancen, dass die Kunden ihre Informationen so aufnehmen werden, wie es dem Interesse der Firma entspricht. 

Präsentationen halten – was sind weitere Vorzüge?

Vertiefung des Themas und neue Ideen

Die persönliche Übermittlung von Informationen und der dazu gehörenden Bereiche ermöglicht einen umfassenden Einstieg in ein Thema. Zuhörer können nicht nur Fragen stellen und damit neue Informationsfelder eröffnen. Der unmittelbare Austausch vor- und nachdem Redner ihren Vortrag halten führt dazu, dass Ideen vertieft und verbessert werden. 

Austausch und Kontakte

Ein Vortrag geht selten nur in eine Richtung. Vor und nach dem Vortrag begegnen sich Redner und Publikum und können sich miteinander austauschen. So entstehen nicht nur neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen. Die Kommunikation mit Fachleuten derselben Branche oder desselben Handwerks, aber auch mit Interessenten, die ihren Bedarf darstellen, belebt beide Seiten. 

Werbung

Unternehmen, deren Mitarbeiter gute Vorträge und Präsentationen halten, leisten damit einen Beitrag zur Bekanntheit ihres Unternehmens. Aber auch Redner verschaffen sich durch ihren Einsatz einen Ruf und die Steigerung ihrer Bekanntheit, sobald sie Vorträge halten. 

Gute Präsentationen halten – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

  • Das Wunschpublikum: Die Herausforderung, die sich dem Redner durch einen anstehenden Vortrag stellt, verleitet zu der Hoffnung, dass die Rahmenbedingungen günstig und der Vortrag oder die Präsentation ohne besondere Vorkommnisse zu erledigen sein wird. Zu den günstigen Voraussetzungen für einen guten Vortrag zählen zum Beispiel ein Publikum, das auf das Vortragsthema bereits gut vorbereitet ist und das an diesem ein großes Interesse mitbringt. Aus diesen Gründen ist die Zuhörerschaft wach, aufmerksam und bereit für die wohlwollende Aufnahme sämtlicher Informationen.
  • Die Realität: Doch in der Realität sollten sich Redner immer darauf einstellen, dass sie auf schwierige Bedingungen treffen, sobald sie Präsentationen halten. Demnach sollte sich ein Vortragender darauf einstellen, dass sein Publikum wahrscheinlich weder von ihm noch von seinem Themenschwerpunkt gehört hat. Zudem ist die Zuhörerschaft je nach den Rahmenbedingungen, innerhalb derer ein Vortrag stattfindet, zuweilen nicht aufnahmebereit und abgelenkt. Daher sollten Redner sich bereits im Vorfeld gut dafür rüsten, dass ihr Publikum ihnen nicht entgegen kommt und stattdessen erobert werden muss. 

Wie ist eine Präsentation aufgebaut?

Um Deine Präsentation in eine optimale Form zu bringen gilt es, verschiedene Bestandteile festzulegen. Denn für den Vortrag kann zum Beispiel eine bestimmte Länge oder eine Form der Präsentation vorgegeben sein. Daher gilt es für den Redner, zunächst die Eckpunkte seines Vortrags festzulegen. 

Vortragsdauer

Im ersten Schritt der Vorbereitung ist zunächst die vorgesehene Länge zu bestimmen. Ein kurzer Vortrag dauert bis zu zehn Minuten, während ein Vortrag in einer Konferenz bis zu 25 Minuten umfasst. Darüber hinaus können im Rahmen von Einladungen die Redner auch Präsentationen halten, die bis zu 45 oder 90 Minuten andauern. 

Präsentationen halten in drei Schritten

Ein typischer Vortrag besteht aus drei genau zueinander gewichteten Teilen. Alle drei Bestandteile des Vortrags haben dieselbe Wichtigkeit, wenngleich sie einen unterschiedlichen Raum einnehmen. 

  • Die Einleitung hat einen Anteil am gesamten Vortrag in Höhe von 10 bis 20 Prozent. 
  • Der Hauptteil sollte 70 bis 80 Prozent des gesamten Vortrags umfassen. 
  • Für den Schluss solltest Du noch einmal 10 Prozent vorsehen. 

Einleitung

Wenn Du gute Vorträge halten willst, sollte die Einleitung Deine Zuhörer motivieren. Hierfür solltest Du den Nutzen Deines Vortrages hervorheben. Das Interesse Deiner Zuhörer gewinnst Du zum Beispiel, indem Du ein Zitat verwendest, ein bestimmtes Problem beschreibst oder eine Denksportaufgabe stellst. Auch durch einen Überblick über das Vortragsthema weckst Du das Interesse bei Deinem Publikum.

Hauptteil

  • Kernaussage: Sobald Du durch Deine Einleitung das Interesse Deiner Zuhörerschaft gewonnen hast, kommst Du im Hauptteil des Vortrags zur Kernaussage Deines Themas. Diese solltest Du so klar und eindrücklich wie möglich formulieren. 
  • Struktur: Sorge in Deinem Hauptteil für eine klare Struktur und stelle das wichtigste Thema in den Mittelpunkt. Überprüfe bei Deiner Vorbereitung jede Information daraufhin, ob sie für den Zuhörer einen Nutzen hat. 
  • Formulierung: Formuliere Deine Inhalte anhand von kurzen Sätzen, die Du verständlich und anschaulich formulierst. Vermeide insbesondere Fremdworte und Abkürzungen und halte Dich zudem mit dem Einsatz von Zahlen und Statistiken zurück. Diese können vom Zuhörer nicht behalten werden und überfordern ihn. 
  • Fragen stellen: Richte einfach zu beantwortende Fragen an Dein Publikum. Diese fordern zum Mitdenken auf und beziehen die Zuhörer mit ein. Auch Beispiele erläutern Inhalte bildhaft und verschaffen Deinem Vortrag Lebendigkeit. 
  • Sprache einfach halten: Achte bei Deinem Vortrag auf die richtige Sprache. Denn jeder Zuhörer sollte in der Lage sein, Deinem Vortrag stets zu folgen. 
  • Keine Fachbegriffe: Vermeide allzu fachspezifische Informationen und technische Details, die einen Teil des Publikums ausschließen.

Schluss

  • Zusammenfassung: Am Ende Deines Vortrags solltest Du die wichtigsten Inhalte noch einmal zusammenfassen. Dabei kannst Du eine Brücke zu zukünftigen Projekten oder Vorträgen schlagen. 
  • Kernaussage am Ende: Sorge dafür, dass Du eine wichtige Aussage in Deinem Schluss einbaust. Denn die Aussage, die zuletzt ausgesprochen wird, wirkt beim Zuhörer am längsten nach. Bringe daher die Kernaussage Deines Vortrags in den letzten beiden Sätzen noch einmal auf den Punkt.
  • Kurzes Ende: Schließe den Vortrag mit einem einfachen „Vielen Dank“ ab, um Deinem Vortrag Wirkung zu verleihen.

Beeindruckende Präsentationen und gute Vorträge halten – Tipps

1. Blickkontakt

Redner sollten den Blickkontakt mit ihrer Zuhörerschaft halten, solange sie ihre Präsentationen halten. Der Blickkontakt bindet das Publikum ein und fördert dessen Aufmerksamkeit. Er unterstreicht die Sicherheit und Souveränität der ausgeführten Inhalte. Suche Dir für den Blickkontakt offene und freundliche Gesichter aus, zu denen Du sprichst. Unsichere Redner können ihren Blick auch leicht über die Köpfe hinweg oder oberhalb der letzten Reihe ausrichten. 

2. Zitate

Zitate lockern den Vortrag auf, wecken Interesse und schaffen Aufmerksamkeit. Ein Zitat solltest Du als Redner in Deiner Ausführung deutlich anzeigen, indem Du zum Beispiel mit „ich zitiere“ beginnst. Trage das Zitat dann langsam und deutlich vor und zeige das Ende wiederum an. 

Zitate schaffen zudem eine Verbindung zu einem bestimmten Zusammenhang, der die eigenen Aussagen unterstützt. Dem Zitat sollte das Publikum daher auch zustimmen können. Wer zum Beispiel Goethe zitiert, der wird immer auf die Zustimmung des Publikums stoßen. Berücksichtige daher die Zustimmungsquote bei der Auswahl Deiner Zitate.

3. Wiederholungen

Wiederholungen sind ein bewährtes Mittel zum Lernen. Daher solltest Du dieses Werkzeug auch in Deinem Vortrag verwenden. Wiederholungen kannst Du als Wegweiser einsetzen, damit Deine Zuhörer den Roten Faden Deines Vortrags deutlich erkennen. Wiederholte Inhalte schaffen zudem Denkpausen und ermöglichen einen guten Überblick. 

4. Positiv und aktiv

Achte bei Deinem Vortrag darauf, möglichst positive Aussagen zu treffen und Sachverhalte entsprechend positiv zu formulieren. Zudem solltest Du bei der Formulierung die aktive Form verwenden und passive Formen vermeiden. 

5. Möglichst frei sprechen

Kein Vortrag, der vom Blatt abgelesen wird, ist jemals so gut wie eine freie Rede. Je sicherer du in deinem Thema bist, desto weniger hast du das Ablesen nötig. Als Unterstützung für Deine Rede kannst Du Karteikarten mit den wichtigsten Stichpunkten mit in den Vortrag nehmen.

6. Bewirtung

Wo es die Rahmenbedingungen des Vortrags erlauben, kannst Du Deinen Zuhörern Süßigkeiten oder Kekse mit Saft oder Kaffee anbieten. Die Einladung zum gemeinsamen Imbiss schafft nicht nur Nähe und Vertrauen. Auch der Zucker im Mund hebt die Aufmerksamkeit bei den Zuhörern und verbindet den Vortrag mit einer positiven Erfahrung.

7. Technik

Da die meisten Redner auf technische Geräte zurückgreifen, wenn sie gute Präsentationen halten möchten, sollten sie sich auch immer darauf vorbereiten, dass die Technik versagen kann. Daher sollten die Vortragsunterlagen, Bilder oder Folien immer in Kopie auf einem externen Datenträger bereit stehen. 

8. Übung

Wenn Du beruflich Vorträge halten musst, dann trainiere, wann immer Du kannst. Du kannst Deinen Vortrag üben, indem Du Sessions zu bestimmten Themen bei Barcamps, Webmontagen, Pecha-Kucha-Abenden oder vergleichbaren Netzwerkveranstaltungen anbietest.

Präsentation halten –  6 wichtige Grundregeln

Die wichtigste Feststellung darüber, wie man gute Vorträge halten kann ist, dass jeder es erlernen kann. Zwar gibt es persönliche und individuelle Eigenschaften, wie Selbstsicherheit, Kommunikationsfreudigkeit, Redegewandtheit oder Offenheit, die bei der Herausforderung eines öffentlichen Auftritts erhebliche Erleichterung verschaffen. Doch wer die wichtigsten Grundregeln für das Halten von Vorträgen beherzigt, der kann auch ohne über die oben genannten Eigenschaften zu verfügen, gute Reden halten. 

Grundregel Nummer 1: Der Einstieg ist Dein Türöffner zur Aufmerksamkeit Deines Publikums

Sorge in Deiner Einleitung dafür, dass Du das Publikum positiv überraschst und sein Interesse weckst. Das kann Dir mit einem Zitat ebenso gelingen, wie mit einer Anekdote, einer Frage oder mit einem Bild. Versuche, in Deiner Einleitung einen Eindruck von Dir und Deinem Thema zu setzen, der auch über Deinen Vortrag hinaus nachwirken kann. Achte dabei darauf, dass Du Dein Publikum mit einbeziehst. Noch mehr Tipps für eine gelungene Einleitung zu Deiner Rede findest Du weiter unten in diesem Artikel.

Grundregel Nummer 2: Überzeuge Dein Publikum vom Nutzen Deiner Informationen 

Die Informationen, die Du in Deinem Vortrag vermitteln wirst, stellen den Kern Deiner Rede. Teile daher Deinem Publikum unmissverständlich mit, warum Deine Informationen für Deine Zuhörer wichtig sind. Wenn Du Dein Auditorium vom Nutzen Deines Vortrags überzeugen kannst, dann ist Dir die ungeteilte Aufmerksamkeit sicher. Auch hierfür kannst Du wirkungsvolle Mittel einsetzen, wie zum Beispiel wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema oder andere Tatsachen, die von der Wichtigkeit Deiner Inhalte zeugen. 

Grundregel Nummer 3: Formulierungen können Brücken bauen oder niederreißen

Bevor Du Deinen Vortrag in Formulierungen fasst, solltest Du genau überlegen, welchem Publikum Du gegenüber stehen wirst. Denn die Sprache Deines Vortrags muss sich auf Dein Publikum einstellen. Wenn sich das Auditorium aus Fachleuten zusammensetzt, die einen fachlich fundierten Vortrag hören möchten, dann musst Du eine andere Sprache benutzen als vor einem Publikum, das sich zufällig zum Beispiel in einer öffentlichen Ausstellung zusammenfindet. Zwar kannst Du immer von einem grundsätzlichen Interesse ausgehen, wenn Besucher bereit sind, sich zu einem Vortrag zu versammeln. Doch nicht immer besteht ein gleiches Niveau an Vorkenntnis. Dein Publikum will weder durch überfrachtete Fachbegriffe und Fremdwörter ermüdet werden, noch möchten Zuhörer angesprochen werden, als mangelte es ihnen an den Grundzügen der Allgemeinbildung. Sorge daher stets für einen ausgewogenen Sprachstil, nachdem Du Überlegungen über die Zusammensetzung Deiner Zuhörerschaft angestellt hast. 

Grundregel Nummer 4: Deine Stimme zählt!

Auch eine hervorragende Präsentation mit äußerst spannenden Inhalten kann durch einen Vortrag in monoton gehaltener Stimmlage einschläfernd wirken. Versuche daher, in Deinem Vortrag die Wirkung Deiner Stimme zu nutzen. Denn die Stimmlage ist ein wirkungsvolles Instrument, mit dem Du in Deiner Rede Höhepunkte setzen und Aufmerksamkeit erzeugen kannst. Achte daher darauf, Deine Stimme den Inhalten Deiner Rede anzupassen und nutze Höhen und Tiefen, um eine Sprachmelodie zu erzeugen, mit der Du die Spannungskurve Deines Vortrags vorgibst. Wenn Dir der bewusste Einsatz Deiner Stimme schwer fällt, dann kannst Du das auch üben. Ein einfaches Mittel, um mit der eigenen Sprachmelodie Spannung zu heben und auszugleichen, ist das Vorlesen von Kinderbüchern. Hast Du Dich einmal daran gewöhnt, durch Deine Stimmlage an bestimmten Stellen beim Vorlesen von einfachen Geschichten Aufmerksamkeit zu erzeugen, dann fällt es Dir leichter, diese Technik auch auf andere Themenfelder zu übertragen. 

Grundregel Nummer 5: Lächeln, locker bleiben und sehr viel üben

Wenn es Dir schwer fällt, ausreichend Selbstvertrauen in Deine Fähigkeiten aufzubringen, mit Deiner Persönlichkeit und mit Deinen Argumenten zu überzeugen, dann hilft es sehr, trotzdem zu lächeln. Denn Dein Lächeln schafft eine Brücke, erzeugt Verbundenheit und es ist sympathisch. So schaffst Du Deinen Inhalten einen Vorsprung an Akzeptanz. Lächeln hilft auch über Unsicherheiten beim Vorträge halten hinweg und trägt zur Entspannung bei. Bewusst eingesetztes Lächeln hilft zudem dabei, dass Du bei Deinem Vortrag locker bleibst und dass Du Fehlern und Unsicherheiten keine überbordende Bedeutung beimisst. Die beste Vorbereitung für Deine Rede ist zudem ein stetes Einüben im Vorfeld. Wiederholtes Einüben Deiner Rede führt nicht nur dazu, dass Du Dich während Deines Vortrags sicherer fühlst. Du sicherst damit auch die Inhalte Deiner Rede, indem Du sie einer steten Überprüfung unterziehst. 

Grundregel Nummer 6: Vorbereiten und erst danach Vorträge halten

Nicht nur dann, wenn Du vor einer Rede sehr aufgeregt und unsicher bist, solltest Du diese gut vorbereiten. Denn Du hast auch eine Verantwortung gegenüber Deinem Publikum. Denn die Menschen, die sich die Zeit nehmen, Dich an einem Versammlungsort anzuhören, haben nicht nur ein Anrecht darauf, dass ihre Bereitschaft gewürdigt wird. Mit einer Rede nimmst Du auch Einfluss auf das Denken, Du regst zu Überlegungen an und motivierst auch zu Handlungen. Daher gilt das Interesse Deiner Rede nicht nur dem Ziel, Informationen zu vermitteln und zu überzeugen, sondern auch der damit einher gehenden Verantwortung gerecht zu werden. 

Eine gut vorbereitete Rede ist zudem eine Vorstellung Deiner Person, eine Präsentation Deiner Kompetenzen und eine Beförderung Deines Anliegens. Wenn Du Dir der umfassenden Wirkungsmöglichkeiten Deines Vortrags bewusst bist, dann sorgt diese Erkenntnis zumeist automatisch für eine ernsthafte Vorbereitung. Der Nebeneffekt einer gründlichen Vorbereitung liegt aber auch darin, dass Deine Sicherheit und eigene Überzeugung mit dem Bearbeitungsprozess zunimmt.

Wie sorgst Du für einen gelungenen Einstieg?

Da der gelungene Einstieg das Tor zur Aufmerksamkeit Deiner Zuhörerschaft öffnet, solltest Du diesem erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Denn die Einleitung entscheidet zumeist darüber, ob Deine Zuhörer Deinem Vortrag zugeneigt sind oder ob sie ihn ablehnend bewerten. Daher ist es sehr wichtig, die Zuhörer gleich beim Einstieg zu gewinnen, um nicht erhöhte Anstrengung aufbringen zu müssen, sie während des Vortrags zurückerobern zu müssen. 

Der Zuschauer fällt sein Urteil darüber, ob er Deinem Vortrag Aufmerksamkeit schenken wird, innerhalb der ersten Sekunden Deiner Rede. Hinterlässt Du hier einen schlechten Eindruck, dann wirst Du sehr viel Mühe haben, Deine Inhalte zu vermitteln. Daher sind die ersten Momente Deiner Rede von entscheidender Bedeutung. Für einen möglichst erfolgreichen Anfang hast Du mehrere Möglichkeiten:

  • Überraschung: Überlege Dir für Deinen Einstieg eine Überraschung, die Dein Publikum nicht erwartet. So kannst Du vor einen Fachvortrag eine sehr persönliche Aussage stellen. Auch ein Rätsel am Anfang kann für einen Überraschungsmoment sorgen, wenn die Lösung sehr unerwartet ausfällt. Du kannst aber auch eine Falschmeldung in den Raum stellen, die Du in überzeugender Form aufklärst, um in Dein Themengebiet einzusteigen. 
  • Interaktion: Ein sicherer Einstieg ist die Einbeziehung der Zuhörer anhand von Fragen oder durch direkte Anrede einzelner Personen aus dem Publikum. Auch allgemeine Umfragen, wie zum Beispiel: „Wer von Ihnen fährt oder fuhr bisher einen Diesel?“ können eine gelungene Einleitung gestalten. Zur Interaktion kann sich aber auch zum Beispiel ein Fragebogen eignen, über den Deine Zuhörer abstimmen oder eine Testumfrage, deren Ergebnisse über Eigenschaften der Zuhörer Auskunft geben. 
  • Anregung: Die Aufmerksamkeit Deiner Zuhörer kannst Du durch Hilfsmittel, wie Bilder, Grafiken, Videos oder Audiosequenzen anregen. Wenn Du diese Hilfsmittel während des Hauptteils Deines Vortrags einsetzt, dann sorgst Du für notwendige Unterbrechungen, die die Aufmerksamkeit sicher stellen. Setzt Du hingegen anregende Reize bereits am Anfang Deiner Rede ein, dann kannst Du Dein Publikum gleich in das Thema hineinnehmen. 
  • Humor: Ein äußerst beliebtes Mittel zum Einstieg in eine Rede ist der Einsatz von Humor. Wer es souverän beherrscht, einen guten Witz zu erzählen oder eine geistreiche Pointe zu setzen, der erzielt mit einem humorvollen Einstieg in seine Rede gleich mehrere Wirkungen. Zum einen macht Humor sympathisch. Der Sympathievorsprung gewährleistet die Aufmerksamkeit in der Zuhörerschaft zumindest bis hin zur Überleitung in den Hauptteil. Zum anderen schafft Humor eine gelockerte Atmosphäre, die Spannungen beim Redner abbaut und auch das Publikum entspannt und somit für weitere Informationsaufnahme bereit macht. 
  • Aktuelle Fakten: Wer seinen Vortrag mit aktuellen Fakten eröffnet, der sollte Informationen nutzen, die für jeden im Raum von Bedeutung sind. Hierfür eignen sich Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien genauso wie gesellschaftliche Ereignisse oder historische Vergleiche. Einleitende aktuelle Fakten können zudem die Fragestellungen, die zur Thematik des Vortrags geführt haben, unmittelbar vorstellen. 

Wie stellt man in der Präsentation persönliche Nähe her?

Ein wichtiges Kriterium für gelungene Vorträge ist die Nähe zwischen dem Redner und seiner Zuhörerschaft. Denn die Nähe sichert nicht nur Aufmerksamkeit. Sie sorgt auch dafür, dass die übermittelten Inhalte leichter aufgenommen werden. Damit führt die hergestellte Nähe auch dazu, dass der Redner an Sicherheit und Überzeugungskraft gewinnt. Um persönliche Nähe herzustellen, solltest Du folgende Kriterien beachten:

Nur die eigene Überzeugung ist ansteckend

Zu einem guten Vortrag gehört die Überzeugung des Redners. Denn eine Rede sollte nicht nur Fakten, Zahlen und Statistiken zusammentragen. Wer mit seinen Argumenten andere erreichen möchte, der muss hinter seinen Aussagen aus seiner eigener Überzeugung heraus stehen können und dies auch vermitteln. 

Kommunikation mit dem Publikum

Um Nähe herzustellen, solltest Du Dich um Kommunikation mit Deinem Publikum bemühen. Das kannst Du mit Hilfe von Fragen, einem Rätsel oder Quiz, mit Umfragen oder Meinungserhebungen umsetzen oder indem Du einzelne Personen direkt ansprichst. 

Um mit Deinem Publikum zu kommunizieren und es einzubeziehen, kannst Du verschiedene Methoden anwenden. Dazu gehören neben Fragen ans Publikum auch Meinungsumfragen oder Umfragen zu Lebensverhältnissen Deiner Zuhörer. Dabei kannst Du auch ungewöhnliche Fragen stellen, die Dein Publikum überraschen. Ein gutes Mittel, um die Aufmerksamkeit Deines Publikums zu sichern ist zum Beispiel ein Brainstorming mit Deinen Zuhörern. In diesem können Deine Zuhörer  selbst über ein Thema nachdenken und kreativ werden. Auch rhetorische Fragen sind geeignet, um das Publikum zu aktivieren.

Persönliches zeigen

Wer in seiner Rede Anekdoten und Erinnerungen aus seinem eigenen Leben mitteilt, der tritt persönlich an sein Auditorium heran. Persönliche Einsichten in Dein Leben und in Deine Erfahrungen sind für viele Zuhörer interessant, sodass Du nicht nur Nähe herstellst, sondern auch die Aufmerksamkeit sicherst. 

Wie bereitest Du einen Vortrag vor? – Checkliste zum Präsentationen halten

Bei der Vorbereitung eines Vortrags kannst Du systematisch vorgehen. Eine kurze Checkliste kann Dir dabei helfen:

  • Thema bestimmen
  • Zielgruppe bestimmen
  • Ziele definieren
  • Informationen beschaffen
  • Gliederung erstellen
  • Struktur für den Vortrag erstellen
  • Formulierung ausarbeiten
  • Hilfsmittel und Medien festlegen
  • Material beschaffen und aufbereiten
  • üben …
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