Marketing   23.1.2019

Souverän gute Präsentationen und Vorträge halten

In zahlreichen Berufen gehört das Halten von Vorträgen zu den wichtigen Aufgaben. Im Zuge von Präsentationen müssen Kreative genauso wie Mitarbeiter der Administration oder der Buchhaltung gegenüber Kunden oder Vorgesetzten Vorträge halten. Immer mehr Situationen in der Arbeitswelt führen dazu, dass Berufstätige im Meeting, während des Treffens mit dem Kunden oder in der Projektbesprechung mit dem Team Präsentationen halten müssen. Daher lohnt sich die Überlegung, wie sich Redner der Herausforderung stellen und mit welchen Mitteln sie sich vorbereiten können, wenn sie Vorträge halten.

  1. Wozu dient die Präsentation?
  2. Warum ist die Form der Präsentation so wichtig?
  3. Wie ist eine Präsentation aufgebaut?
  4. Tipps für beeindruckende Vorträge
Vorträge halten

Mit ein paar Tipps im Gepäck wirst auch du künftig deine Inhalte souverän präsentieren und gerne Vorträge halten! Am allerwichtigsten: üben, üben, üben! (Bild © pexels.com)

Vorträge halten – Was zählt zu den Grundlagen?

Extrovertierten Menschen, die gerne kommunizieren und offen auf Menschen zugehen, fällt es leichter, vor einer Gruppe zu sprechen. Wer mehr praktisch und handwerklich orientiert ist, dem stellt ein Vortrag, den er zu halten hat, eine sehr viel größere Herausforderung. Doch das Halten von Vorträgen kannst Du auch erlernen. Dafür solltest Du Dir im Vorfeld ein paar Dinge zum Thema gute Präsentationen halten überlegen. 

Wozu dient die Präsentation?

Der Vortrag ist eine mehr oder weniger frei gehaltene Rede vor einem Publikum und erfüllt dabei zwei zentrale Aufgaben.

Informationsvermittlung durch Präsentationen
Eine Präsentation oder ein Vortrag hat die Aufgabe, Informationen an Dein Publikum weiter zu geben. Dabei gilt es, bei Deinen Zuhörern erhöhtes Interesse für das vorgetragene Thema zu wecken. Erfolgreiche Redner verschaffen ihrem Publikum einen ausreichenden Überblick, wenn sie einen Vortrag halten, um die erforderliche Aufmerksamkeit zu erlangen.

Überzeugungsarbeit durch Vorträge
Oftmals dient eine Präsentation oder ein Vortrag dazu, um für einen eigenen Standpunkt, ein Produkt oder ein Projekt zu werben. Dabei stehen die Vortragsredner in der Herausforderung, gegenüber ihren Zuhörern eine gründlich vorbereitete Überzeugungsarbeit zu leisten, während sie ihre Präsentation halten. Die Lebendigkeit als Mittel des Vortrags bezieht die Zuhörer mit ein, um diese zu überzeugen und herauszufordern. Ein Vortrag ist dann als erfolgreich anzusehen, wenn er eine Diskussion nicht nur anregt, sondern deren Inhalt auch in eine gewünschte Richtung steuert. 

Gute Vorträge halten – Warum ist die Form der Präsentation so wichtig?

Da es vorrangig darum geht, dem Publikum Informationen zu vermitteln, stellt sich die berechtigte Frage, warum diese nicht einfach mittels schriftlichem Informationsmaterial weiter gegeben werden und warum es vorzuziehen ist, wenn Redner einen persönlichen Vortrag halten. Die Antwort liegt in der Beschaffenheit des Publikums, das in besonderem Maße auf die persönliche Begegnung ausgerichtet ist. Der persönliche Vortrag bewirkt ein deutlich anderes Ergebnis beim Zuhörer, als die gedruckte Information beim Leser.

Die persönliche Begegnung überzeugt
Der Zuhörer nimmt die Information, die in der persönlichen Begegnung überbracht wird, vorwiegend in der Form auf, die den Absichten des Redners entspricht. Dahingegen lässt das gedruckte Wort sehr viel mehr Spielraum für eigene Auslegungen durch den Leser. Wenn daher Mitarbeiter eines Unternehmens eine Präsentation vor Kunden halten, dann haben sie erheblich höhere Chancen, dass die Kunden ihre Informationen so aufnehmen werden, wie es dem Interesse der Firma entspricht. 

Präsentationen halten – was sind weitere Vorzüge?

Vertiefung des Themas und neue Ideen

Die persönliche Übermittlung von Informationen und der dazu gehörenden Bereiche ermöglicht einen umfassenden Einstieg in ein Thema. Zuhörer können nicht nur Fragen stellen und damit neue Informationsfelder eröffnen. Der unmittelbare Austausch vor- und nachdem Redner ihren Vortrag halten führt dazu, dass Ideen vertieft und verbessert werden. 

Austausch und Kontakte

Ein Vortrag geht selten nur in eine Richtung. Vor und nach dem Vortrag begegnen sich Redner und Publikum und können sich miteinander austauschen. So entstehen nicht nur neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen. Die Kommunikation mit Fachleuten derselben Branche oder desselben Handwerks, aber auch mit Interessenten, die ihren Bedarf darstellen, belebt beide Seiten. 

Werbung

Unternehmen, deren Mitarbeiter gute Vorträge und Präsentationen halten, leisten damit einen Beitrag zur Bekanntheit ihres Unternehmens. Aber auch Redner verschaffen sich durch ihren Einsatz einen Ruf und die Steigerung ihrer Bekanntheit, sobald sie Vorträge halten. 

Gute Präsentationen halten – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Das Wunschpublikum: Die Herausforderung, die sich dem Redner durch einen anstehenden Vortrag stellt, verleitet zu der Hoffnung, dass die Rahmenbedingungen günstig und der Vortrag oder die Präsentation ohne besondere Vorkommnisse zu erledigen sein wird. Zu den günstigen Voraussetzungen für einen Vortrag zählen zum Beispiel ein Publikum, das auf das Vortragsthema bereits gut vorbereitet ist und das an diesem ein großes Interesse mitbringt. Aus diesen Gründen ist die Zuhörerschaft wach, aufmerksam und bereit für die wohlwollende Aufnahme sämtlicher Informationen.

Die Realität: Doch in der Realität sollten sich Redner immer darauf einstellen, dass sie auf schwierige Bedingungen treffen, sobald sie Präsentationen halten. Demnach sollte sich ein Vortragender darauf einstellen, dass sein Publikum wahrscheinlich weder von ihm noch von seinem Themenschwerpunkt gehört hat. Zudem ist die Zuhörerschaft je nach den Rahmenbedingungen, innerhalb derer ein Vortrag stattfindet, zuweilen nicht aufnahmebereit und abgelenkt. Daher sollten Redner sich bereits im Vorfeld gut dafür rüsten, dass ihr Publikum ihnen nicht entgegen kommt und stattdessen erobert werden muss. 

Wie ist eine Präsentation aufgebaut?

Um Deine Präsentation in eine optimale Form zu bringen gilt es, verschiedene Bestandteile festzulegen. Denn für den Vortrag kann zum Beispiel eine bestimmte Länge oder eine Form der Präsentation vorgegeben sein. Daher gilt es für den Redner, zunächst die Eckpunkte seines Vortrags festzulegen. 

Vortragsdauer

Im ersten Schritt der Vorbereitung ist zunächst die vorgesehene Länge zu bestimmen. Ein kurzer Vortrag dauert bis zu zehn Minuten, während ein Vortrag in einer Konferenz bis zu 25 Minuten umfasst. Darüber hinaus können im Rahmen von Einladungen die Redner auch Präsentationen halten, die bis zu 45 oder 90 Minuten andauern. 

Präsentationen halten: wie sollten sie aufgebaut sein?

Ein typischer Vortrag besteht aus drei genau zueinander gewichteten Teilen. Alle drei Bestandteile des Vortrags haben dieselbe Wichtigkeit, wenngleich sie einen unterschiedlichen Raum einnehmen. 

  • Die Einleitung hat einen Anteil am gesamten Vortrag in Höhe von 10 bis 20 Prozent. 
  • Der Hauptteil sollte 70 bis 80 Prozent des gesamten Vortrags umfassen. 
  • Für den Schluss solltest Du noch einmal 10 Prozent vorsehen. 

Einleitung

Wenn Du gute Vorträge halten willst, sollte die Einleitung Deine Zuhörer motivieren. Hierfür solltest Du den Nutzen Deines Vortrages hervorheben. Das Interesse Deiner Zuhörer gewinnst Du zum Beispiel, indem Du ein Zitat verwendest, ein bestimmtes Problem beschreibst oder eine Denksportaufgabe stellst. Auch durch einen Überblick über das Vortragsthema weckst Du das Interesse bei Deinem Publikum.

Hauptteil

Kernaussage: Sobald Du durch Deine Einleitung das Interesse Deiner Zuhörerschaft gewonnen hast, kommst Du im Hauptteil des Vortrags zur Kernaussage Deines Themas. Diese solltest Du so klar und eindrücklich wie möglich formulieren. 

Struktur: Sorge in Deinem Hauptteil für eine klare Struktur und stelle das wichtigste Thema in den Mittelpunkt. Überprüfe bei Deiner Vorbereitung jede Information daraufhin, ob sie für den Zuhörer einen Nutzen hat. 

Formulierung: Formuliere Deine Inhalte anhand von kurzen Sätzen, die Du verständlich und anschaulich formulierst. Vermeide insbesondere Fremdworte und Abkürzungen und halte Dich zudem mit dem Einsatz von Zahlen und Statistiken zurück. Diese können vom Zuhörer nicht behalten werden und überfordern ihn. 

Fragen stellen: Richte einfach zu beantwortende Fragen an Dein Publikum. Diese fordern zum Mitdenken auf und beziehen die Zuhörer mit ein. Auch Beispiele erläutern Inhalte bildhaft und verschaffen Deinem Vortrag Lebendigkeit. 

Sprache einfach halten: Achte bei Deinem Vortrag auf die richtige Sprache. Denn jeder Zuhörer sollte in der Lage sein, Deinem Vortrag stets zu folgen. 

Keine Fachbegriffe: Vermeide allzu fachspezifische Informationen und technische Details, die einen Teil des Publikums ausschließen.

Schluss

Zusammenfassung: Am Ende Deines Vortrags solltest Du die wichtigsten Inhalte noch einmal zusammenfassen. Dabei kannst Du eine Brücke zu zukünftigen Projekten oder Vorträgen schlagen. 

Kernaussage am Ende: Sorge dafür, dass Du eine wichtige Aussage in Deinem Schluss einbaust. Denn die Aussage, die zuletzt ausgesprochen wird, wirkt beim Zuhörer am längsten nach. Bringe daher die Kernaussage Deines Vortrags in den letzten beiden Sätzen noch einmal auf den Punkt.

Kurzes Ende: Schließe den Vortrag mit einem einfachen „Vielen Dank“ ab, um Deinem Vortrag Wirkung zu verleihen.

Beeindruckende Präsentationen und gute Vorträge halten – Tipps

1. Blickkontakt

Redner sollten den Blickkontakt mit ihrer Zuhörerschaft halten, solange sie ihre Präsentationen halten. Der Blickkontakt bindet das Publikum ein und fördert dessen Aufmerksamkeit. Er unterstreicht die Sicherheit und Souveränität der ausgeführten Inhalte. Suche Dir für den Blickkontakt offene und freundliche Gesichter aus, zu denen Du sprichst. Unsichere Redner können ihren Blick auch leicht über die Köpfe hinweg oder oberhalb der letzten Reihe ausrichten. 

2. Zitate

Zitate lockern den Vortrag auf, wecken Interesse und schaffen Aufmerksamkeit. Ein Zitat solltest Du als Redner in Deiner Ausführung deutlich anzeigen, indem Du zum Beispiel mit „ich zitiere“ beginnst. Trage das Zitat dann langsam und deutlich vor und zeige das Ende wiederum an. 

Zitate schaffen zudem eine Verbindung zu einem bestimmten Zusammenhang, der die eigenen Aussagen unterstützt. Dem Zitat sollte das Publikum daher auch zustimmen können. Wer zum Beispiel Goethe zitiert, der wird immer auf die Zustimmung des Publikums stoßen. Berücksichtige daher die Zustimmungsquote bei der Auswahl Deiner Zitate.

3. Wiederholungen

Wiederholungen sind ein bewährtes Mittel zum Lernen. Daher solltest Du dieses Werkzeug auch in Deinem Vortrag verwenden. Wiederholungen kannst Du als Wegweiser einsetzen, damit Deine Zuhörer den Roten Faden Deines Vortrags deutlich erkennen. Wiederholte Inhalte schaffen zudem Denkpausen und ermöglichen einen guten Überblick. 

4. Positiv und aktiv

Achte bei Deinem Vortrag darauf, möglichst positive Aussagen zu treffen und Sachverhalte entsprechend positiv zu formulieren. Zudem solltest Du bei der Formulierung die aktive Form verwenden und passive Formen vermeiden. 

5. Möglichst frei sprechen

Kein Vortrag, der vom Blatt abgelesen wird, ist jemals so gut wie eine freie Rede. Je sicherer du in deinem Thema bist, desto weniger hast du das Ablesen nötig. Als Unterstützung für Deine Rede kannst Du Karteikarten mit den wichtigsten Stichpunkten mit in den Vortrag nehmen.

6. Bewirtung

Wo es die Rahmenbedingungen des Vortrags erlauben, kannst Du Deinen Zuhörern Süßigkeiten oder Kekse mit Saft oder Kaffee anbieten. Die Einladung zum gemeinsamen Imbiss schafft nicht nur Nähe und Vertrauen. Auch der Zucker im Mund hebt die Aufmerksamkeit bei den Zuhörern und verbindet den Vortrag mit einer positiven Erfahrung.

7. Technik

Da die meisten Redner auf technische Geräte zurückgreifen, wenn sie gute Präsentationen halten möchten, sollten sie sich auch immer darauf vorbereiten, dass die Technik versagt. Daher sollten die Vortragsunterlagen, Bilder oder Folien immer in Kopie auf einem externen Datenträger bereit stehen. 

8. Übung

Wenn du beruflich Vorträge halten musst, dann trainiere, wann immer du kannst. Du kannst Deinen Vortrag üben, indem du Sessions zu bestimmten Themen bei Barcamps, Webmontagen, Pecha-Kucha-Abenden oder vergleichbaren Netzwerkveranstaltungen anbietest.

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