Finanzen   06.3.2020

Sponsoring Ausgaben richtig verbuchen – aber wie?

Das Sponsoring stellt ein öffentlichkeitswirksames Marketinginstrument für Unternehmen dar. Unter Sponsoring versteht man eine öffentliche Spende, die werbewirksam platziert ist und dadurch einen Rückkoppelungseffekt erzielt. Wie Du Sponsoring Ausgaben richtig verbuchen musst, erfährst Du hier.

Sponsoring Ausgaben richtig verbuchen

Egal ob Du als Sponsor im Sport- oder Kulturbereich auftrittst: In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du die Sponsoring Ausgaben richtig verbuchen musst. (Bild © unsplash.com)

Sponsoring – welche Varianten gibt es?

Das Sponsoring von Unternehmen umfasst zahlreiche Bereiche. Die Zielsetzungen weisen dabei sowohl ökonomische als auch psychologische Komponenten auf. Stehen in der ökonomischen Komponente die Steigerung von Umsatz im Mittelpunkt, zielt der psychologische Aspekt vor allem darauf, die Bekanntheit des Unternehmens und seiner Produkte zu steigern. Am häufigsten findest Du das Sponsoring in den gesellschaftlichen Bereichen:

  • Sport
  • Kultur
  • Gesellschaft und Umwelt

Sponsoring im Sport

Im Sport ist das Sponsoring sehr weit verbreitet. Im Gegenzug steht das Logo auf den Trikots der Fußballmannschaft, auf Eintrittskarten, Werbebanden, im Programmheft und auf jeder Werbeaktivität des Vereins.

Sponsoring in der Kultur

Wer ein gebildetes Publikum ansprechen möchte, der unterstützt kulturelle Institutionen und Aktivitäten. Auch die Stiftung von Kunstpreisen ist ein beliebtes Instrument des Sponsorings. Das Kultursponsoring befördert das Image Deines Unternehmens und erweitert Dein Netzwerk. 

Selbstlos ist die gute Tat  – Werbeeffekt inklusive

In den Bereichen Gesellschaft und Umwelt können Ustenternehmen zahlreiche Aktivitäten zum Sponsoring entfalten. Die Unterstützung gemeinnütziger Projekte wird als besonders effektiv für die Imagepflege geschätzt. Zu den bevorzugten Förderzielen von Unternehmen gehören Organisationen für Umwelt- oder Tierschutz, Gesundheitsförderung oder Entwicklungshilfe, aber auch Hospize und Krankenhäuser.

Wie sieht der Fiskus das Sponsoring?

Neben dem allgemeinen Sponsoringerlass erteilt das Bundesfinanzministerium in weiteren ergänzenden Erlassen, wie dem VIP-Logenerlass oder dem Erlass zu Hospitality-Leistungen ihren Finanzverwaltungen grundsätzliche Anweisungen, wie das Sponsoring und ähnliche Sachleistungen steuerlich zu behandeln sind. Der Sponsor handelt nicht uneigennützig, sondern zielt insbesondere sowohl auf Werbeeffekte als auch auf Steuervorteile ab. Seine Aufwendungen für das Sponsoring möchte der Unternehmer als Betriebsausgabe steuersenkend geltend machen. Daher ist es wichtig, wie der Fiskus das individuelle Sponsoring steuerlich einordnet. 

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Welche Varianten des Sponsorings gibt es aus Steuersicht?

Der Fiskus trennt den Sponsoringgeber vom Sponsoringempfänger und behandelt die Spende auf unterschiedliche Weise. Auch wenn die Spende für den Empfänger steuerfrei ist, kann der Sponsorgeber diese unter bestimmten Voraussetzungen als Betriebsausgabe ansetzen. Um Sponsoring Ausgaben richtig verbuchen zu können, musst Du ihre Zugehörigkeit bestimmen. Denn Dein Sponsoring kann – abhängig von der Motivation für Deine Gabe – unter die drei folgenden Gruppen fallen:

  • Betriebsausgabe
  • Spende
  • private Lebensführung

Sponsoring als Betriebsausgabe

Sind die Ausgaben im Zusammenhang mit Deinem Sponsoring betrieblich veranlasst und nutzbar, dann kannst Du diese als Betriebsausgabe in voller Höhe absetzen.

Sponsoring als Spende

Wenn Du als Sponsor Geld oder Sachleistungen erbringst, die Deinem Unternehmen keinen Vorteil bringen, dann handelt es sich nicht um eine Betriebsausgabe. Demzufolge erachtet der Fiskus Deine Aufwendungen laut als Spende, wenn Du keine Gegenleistung dafür erhältst und wenn Du sie freiwillig zur einseitigen Förderung des Empfängers geleistet hast. 

Sponsoring als Privatangelegenheit

Wenn Dein Sponsoring weder unter die Betriebsausgaben fällt, noch als Spende aufzufassen ist, dann gehören Deine Ausgaben zur privaten Lebensführung und können steuerlich nicht abgesetzt werden. AdBill testen

Sponsoring Ausgaben richtig verbuchen – wie funktioniert das?

Deine Ausgaben als Sponsor verbuchst Du als Werbekosten. Dabei buchst Du den Nettobetrag im Kontenrahmen SKR 03 auf das Konto 4600 Werbekosten (SKR 04 Konto 6600) und die Mehrwertsteuer auf das Konto 1576 Abziehbare Vorsteuer 19% (SKR 04 Konto 1406). Die Buchungen erfolgen jeweils im Soll. Auf das Konto Bank (Nummer 1200 in SKR 03 und Nummer 1800 in SKR 04) buchst Du den Bruttobetrag im Haben. 

Deine Spenden buchst Du im vollen Betrag auf dem jeweiligen Konto für Spenden (z.B. Privatspenden auf 1840 SKR 03 beziehungsweise 2250 SKR 04).

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