Finanzen   08.5.2018

Sponsoring Ausgaben verbuchen (Teil 2)

Das Sponsoring ist eine ausgesuchte Form der Öffentlichkeitsarbeit, die eine besonders breite Streuwirkung hat. Beim Sponsoring gewährst Du als Sponsor einer Organisation, die in einem gesellschaftlich relevanten Bereich aktiv ist, einen Vorteil in Form von Geld, Sachleistungen oder anderen geldwerten Vorteilen, wie zum Beispiel durch Dienstleistungen. Damit Du Deine Sponsoring Ausgaben verbuchen und dadurch steuerlich geltend machen kannst, solltest Du im Vorfeld gründliche Informationen über diese besondere Form des Marketing einholen.

Sponsoring Ausgaben verbuchen (Teil 2)

Beim Sponsoring leistet Dein Unternehmen Zuwendungen, die Deiner Firma einen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen. Steuerliche Nachteile vermeidet man, indem man sie richtig verbucht.

Das Wesen des Sponsoring – Gutes Tun mit Unternehmensvorteil

Dein Sponsoring ist eine indirekte Investition in Deine Firma. Denn Sponsoringaktivitäten zielen nicht nur darauf ab, der Gesellschaft durch die Förderung von sportlichen, sozialen oder kulturellen Engagements einen Dienst zu tun. Das Sponsoring Deiner Firma ist ein effektives Marketinginstrument, das den Interessen des Unternehmens dient. Es sorgt für einen zum Teil erheblichen Imagegewinn und für die Beförderung der Bekanntheit Deiner Firma. In der Folge dieser Marketingstrategie liegt dem Gedanken des Sponsoring eine zu erzielende Gegenleistung zugrunde. Das ist nicht nur wichtig für das Unternehmen, das ja stets Gewinn orientiert zu handeln hat. Die Gegenleistung, die Deine Sponsoring Aktivitäten mit sich bringen, hat auch eine Auswirkung auf die steuerliche Betrachtung durch das Finanzamt. 

Sponsoring Ausgaben verbuchen – nur schriftlich

Zwar kannst Du Deine Sponsoring Leistungen und die damit zusammen hängende Gegenleistung des Empfängers ganz ohne Formalien in mündlicher Absprache und sogar durch Handschlag vereinbaren. Ratsam ist das im Hinblick auf die steuerliche Behandlung allerdings nicht. Denn um Deine Sponsoring Ausgaben verbuchen und dem Finanzamt gegenüber offen legen zu können, solltest Du einen Vertrag mit dem Empfänger schließen. Dein Sponsoring Vertrag sollte genaue Angaben hinsichtlich Deiner Leistung und der Gegenleistung des Sponsor Empfängers enthalten. Dazu gehören die Höhe, Art, Form, Ausführung und Zeitpunkt Deiner Leistungen genau so wie von Gegenleistungen. Auch wenn die Kluft zwischen Leistung und Gegenleistung hoch ausfällt, hast Du mit einem Sponsoring Vertrag nicht nur einen Beleg für die Steuererklärung, sondern auch eine schriftliche Argumentationshilfe gegenüber dem Finanzamt.

Echte Sponsorenleistungen – steuerliche Behandlung des Sponsors

Das Finanzamt kennt grundsätzlich drei verschiedene Arten des Sponsorings. Dazu gehören das echte Sponsoring, die Spende und Spenden, die in den Bereich der privaten Lebensführung fallen. Spenden und Ausgaben der privaten Lebensführung kannst Du steuerlich nicht als betriebliche Ausgabe deklarieren. Anders die echte Sponsorenleistung. Unter ihr versteht der Fiskus ausdrücklich Zuwendungen Deiner Firma, die auf einer unternehmerisch förderlichen Gegenleistung beruhen. Alleine die echte Sponsoringleistung gilt in den Augen des Fiskus als Betriebsausgabe, die Du in vollem Umfang steuerlich geltend machen kannst. Voraussetzung für eine Anerkennung Deiner Ausgaben als echte Sponsorenleistung ist die Erzielung des wirtschaftlichen Vorteils. Dieser muss sich nicht unmittelbar in Form von Geldrückflüssen abzeichnen. Vielmehr gilt als wirtschaftlicher Vorteil bereits die Steigerung des Bekanntheitsgrades Deines Unternehmens. Ausgaben, die Du hierfür aufwendest, fallen unmittelbar unter die Betriebsausgaben.

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Sponsoring und die Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer kennt auch beim Sponsoring unterschiedliche Ansätze für die steuerliche Behandlung. Sobald eine Sponsorenleistung einen Leistungsaustausch bewirkt, dann gilt die Umsatzsteuerpflicht. Denn die Sponsoring Aktivität bewirkt einen Rückfluss unternehmerischer Vorteile in Form von Bekanntheit oder Beliebtheit. Die alleinige Nennung eines Sponsors zum Beispiel auf einem Plakat ist in den Augen des Fiskus hingegen keine besondere Hervorhebung und somit auch keine relevante Gegenleistung. Daher entsteht bei der alleinigen Nennung des Unternehmensnamens keine Umsatzsteuerpflicht. Solange der Empfänger des Sponsoring also ausschließlich den Namen Deines Unternehmens auf Plakaten, Bannern, Veranstaltungshinweisen oder sonstigen Veröffentlichungen nennt, entsteht dadurch keine umsatzsteuerpflichtige Leistung.

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Die Verlinkung Deines Unternehmens im Internet hingegen fällt unter die Umsatzsteuerpflicht. Denn eine Verlinkung ist eine unmittelbare Werbeleistung.

Es lohnt sich daher, die gegenseitigen Leistungen innerhalb des Sponsorings im Vorfeld genau abzuklären und zusammen mit einem Steuerfachmann steuerrechtlich zu analysieren, um dadurch Sponsoring Ausgaben verbuchen und steuerliche Nachteile vermeiden zu können.

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