Finanzen   02.11.2017

Studienkredit aufnehmen: Darauf musst du achten!

Das Studentenleben ist zwar oftmals nicht anspruchsvoll, aber dennoch teuer. In den Universitätsstädten sind die Wohnungen und Lebenshaltungskosten besonders hoch. Dazu kommen Ausgaben für Studienmaterialien, Gebühren und Fahrtkosten. Einnahmen über einen Nebenjob reichen meist zur Finanzierung nicht aus, zumal das Studium Deine volle Aufmerksamkeit erfordert. Wenn Deine Eltern Dich während Deines Studiums nicht ausreichend unterstützen können und Du auch kein BAFöG erhältst, dann kannst Du einen Studienkredit aufnehmen.

Studienkredit ist nicht gleich Studienkredit – die Unterschiede

Sobald Du die Entscheidung getroffen hast, dass Du einen Studienkredit aufnehmen wirst, gilt es, die für Dich passende Förderung zu finden. Grundsätzlich hast Du die Wahl zwischen mehreren Angeboten, um Dein Studium zu finanzieren:

  • Studienkredit
  • Bildungsfonds
  • Bildungskredit
  • Studienbeitragsdarlehen

Der Studienkredit – der Studenten-Bankkredit

Studenten, die einen Studienkredit aufnehmen, zielen darauf ab, ihre gesamten Kosten zum Lebensunterhalt, sowie die gegebenenfalls erhobenen Studiengebühren damit abzudecken. Nur für Dein Erststudium kannst Du einen Studienkredit aufnehmen. Der bekannteste Kredit ist der KfW Studienkredit, den die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt. Darüber hinaus bieten Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, sowie Großbanken auch eigene Studienkredite an.

Studienkredit aufnehmen: Darauf musst du achten!

Wenn das Sparschwein nicht mehr viel her gibt, kann man als Student einen Studienkredit im Rahmen eines Bildungsfonds oder eines sogenannten Bildungskredits beantragen.

Bildungsfonds – der Kredit vom Anleger

Im Rahmen der so genannten Bildungsfonds kannst Du über private Geldgeber und Anleger einen Studienkredit aufnehmen. Die Förderung über einen Fonds ist kein klassischer Kredit. Das System des Bildungsfonds sammelt Geld über Anteilskäufe in einen Fördertopf. Die Studenten, die eine Förderung über den Bildungsfonds erhalten, werden unter strengen Kriterien ausgewählt. Nach dem Studienende zahlst Du über einen festgelegten Zeitraum hinweg einen bestimmten Prozentsatz Deines Einkommens an den Bildungsfonds zurück. Das spezielle Konzept bringt es mit sich, dass vor allem Studenten in einem Fachgebiet mit hoher Einkommenserwartung über Bildungsfonds einen Studienkredit aufnehmen können.

Bildungskredit – der Endspurt-Kredit

Der Bildungskredit ist darauf zugeschnitten, Deine Kosten am Ende Deines Studiums in den letzten beiden Semestern zu schultern. Der Bildungskredit ermöglicht Dir, Dich auf Deine Prüfungen und Abschlussklausuren zu fokussieren. Bei zwei Anbietern kannst Du über den Bildungskredit oder das so genannte Studienabschlussdarlehen Deinen finalen Studienkredit aufnehmen.

  • KfW
  • E.W. Kuhlmann Stiftung

Der KfW Bildungskredit bietet bis zu 300 Euro monatliche Unterstützung für Studenten in den letzten Semestern, die noch nicht älter als 34 Jahre sind.

Bei der E.W. Kuhlmann Stiftung kannst Du die so genannte Microkredit-Studienhilfe in Höhe von bis zu 2.000 Euro als Studienkredit beantragen. Den Antrag stellst Du in der Endphase Deines Studiums. Der Studienkredit der Kuhlmann Stiftung ist zinslos, wenn Du ihn innerhalb der ersten fünf Jahre nach dem Studium zurückzahlst. Danach fallen reguläre Zinsen an. Die zurück fließenden Gelder stellt die Stiftung für andere Studenten bereit, die einen Studienkredit aufnehmen.

Studienbeitragsdarlehen – Finanzierung der Studiengebühren

Studenten können nur dann diesen besonderen Studienkredit aufnehmen, wenn sie für ihr Studium an die Hochschule oder die Bildungsstätte nachweislich Gebühren bezahlen müssen. Die meisten Bundesländer in Deutschland haben die Studiengebühren abgeschafft. Daher ist der Studienbeitragskredit vor allem für die Finanzierung der Studiengebühren privater Bildungsstätten interessant.

Den optimalen Studienkredit  aufnehmen – die wichtigsten Kriterien

Sobald die Entscheidung getroffen ist, dass Du einen Studienkredit aufnehmen wirst und Du die für Dich passende Kreditform ausgewählt hast, gilt es, die Konditionen der verschiedenen Anbieter genau zu untersuchen. Folgende Kriterien sind für die Auswahl des optimalen Studienkredites ausschlaggebend:

  • Zinssatz
  • Karenzzeit
  • Tilgungsraten
  • Rückzahlung
  • Gebühren

Für die Beurteilung des günstigsten Studienkredites ist ein Blick auf den Effektivzinssatz erforderlich. Die Höhe der insgesamt auflaufenden Zinsen hängt zudem von der Karenzzeit, der Höhe der Tilgungsraten und von der Dauer bis zur letzten Tilgungsrate ab. Daneben fallen je nach Kreditart und -institut unterschiedliche Gebühren an. Erstelle einen detaillierten Plan, der die auflaufenden Kosten der unterschiedlichen Angebote zusammenfasst und miteinander vergleicht.

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