Marketing   25.6.2019

Suchmaschinenranking: Wann setzt du einen Nofollow-Link?

Viele Links auf Webseiten werden von Besuchern in der Kommentarfunktion oder im Gästebuch gezielt gesetzt, um Einfluss auf das Suchmaschinenranking anderer Webseiten zu nehmen. Diese Art von Links, die zumeist  keine redaktionelle Funktion innerhalb einer Webseite erfüllen, führten bis zur Einführung der Attribute follow und nofollow durch Google dazu, dass Webmaster die Eigenschaften der Links auf ihren Seiten nicht mehr kontrollieren konnten. Die Einführung des Nofollow-Link sollte verhindern, dass Links in Massen gesetzt werden, um Einfluss auf das Suchmaschinenranking zu nehmen. 

  1. Was ist ein Nofollow-Link?
  2. Wie funktioniert ein Nofollow-Link?
  3. Welchen Einfluss hat ein Nofollow-Link auf das Suchmaschinenranking?
  4. Warum wurden der Nofollow-Link und der Dofollow-Link entwickelt?
  5. Wie optimierst Du Deine Webseite?
  6. Dofollow oder Nofollow – Wie setzt Du die Attribute generell ein?
  7. Wann setzt Du einen Nofollow Link?
  8. Wie gehst Du mit schlechtem Suchmaschinenranking um?
  9. Welche Maßnahmen trifft Google? – Richtlinien für Links
nofollow-link

Ein Follow oder Nofollow-Link trägt erheblich zum Suchmaschinenranking bei. Deswegen solltest du gerade Nofollow-Links weise setzen. (Bild © pixabay.com)

Was ist ein Nofollow-Link?

Ein Link ist zunächst die Abzweigung oder Einfahrt zu einer anderen Internetseite. Führt die Abzweigung zu einer anderen Seite innerhalb der aktuellen Webanwendung, dann handelt es sich um einen internen Link. Ein externer Link hingegen führt auf eine neue Webseite. Ein Nofollow-Link entsteht dadurch, dass einer Verlinkung im HTML Code das Attribut „nofollow“ beigefügt wird. Das Attribut „nofollow“ hat die Wirkung, dass Suchmaschinen dem Link auf dem Dokument nicht folgen. Die Suchmaschine beachtet den Nofollow-Link vielmehr nicht weiter, da er eine Entwertung erfahren hat. Mit einem Nofollow-Link erteilen Webmaster an Suchmaschinen die Anweisung, dass sie einzelne oder sämtliche Links auf einer bestimmten Webseite nicht verfolgen dürfen. Das Gegenstück zu einem Nofollow-Link ist der Dofollow-Link, der eine Zuordnung hat und dadurch von Suchmaschinen höher bewertet wird.

Wie funktioniert ein Nofollow-Link?

Der Nofollow-Link überträgt keine Signale an Suchmaschinen, sodass er die Informationen, die dem Link innewohnen, nicht an Suchmaschinen kommuniziert. Auf diese Weise führt der Nofollow-Link zwar den Besucher auf die Webseite, die der Link angibt. Doch Suchmaschinen ignorieren den Link. Ein „nofollow“ steht wie ein Verkehrsschild an der Abfahrt zu einer anderen Webseite. User können zwar abzweigen, aber für Suchmaschinen ist die Durchfahrt gesperrt. Da Suchmaschinen dem Nofollow-Link nicht folgen, können Webmaster gezielt Einfluss auf die Eigenschaften der Links auf ihren Seiten nehmen, indem sie fremden Links das Attribut „nofollow“ geben und somit ihre eigenen gesetzten Links für die Suchmaschinenoptimierung nutzen.

Welchen Einfluss hat ein Nofollow-Link auf das Suchmaschinenranking?

Das „nofollow“ eines Links sorgt dafür, dass die verlinkte Webseite kein verbessertes Ranking erhält. Denn es wird kein Linkjuice weitergegeben. Der Linkjuice bezeichnet die Eigenschaften, die mit einem Link von einer Webseite auf eine andere übertragen werden. Da der Nofollow-Link verhindert, dass die Verlinkung zur Berechnung der Linkpopularität herangezogen wird, unterstützt das Attribut das Ranking in Suchmaschinen nicht. Somit nimmt es einem Link, der ausschließlich dafür gesetzt wird, um das Ranking zu verbessern, seine Funktion. Der Anreiz, diese Art von Links zu setzen, wird durch das „nofollow“ Attribut herabgesetzt.

Warum wurden der Nofollow-Link und der Dofollow-Link entwickelt?

Die beiden Attribute „nofollow“ und „dofollow“ wurden 2005 durch Google entwickelt, um Links individuell zu bewerten. Dabei kennzeichnet das Attribut „nofollow“ alle diejenigen Links, die keinen inhaltlichen Wert haben, sondern in erster Linie die Funktion erfüllen, das Suchmaschinenranking zu verbessern. Da diese Links keinen redaktionellen Zweck haben, sondern gezielt zur Steuerung des Rankings eingesetzt werden, kommt es im Laufe der Zeit zur massenhaften Anhäufung von Links, die in Foren und Kommentarräumen gesetzt werden. Diese Entwicklung führt dazu, dass die Qualität von Webseiten zu Gunsten der Suchmaschinenoptimierung absinkt. Um dem entgegen zu wirken, verschaffte Google den Webmastern ein Instrument, um die inhaltliche Qualität ihrer Webseiten abzusichern. Mit dem Setzen von Nofollow-Links kann redaktionell wertlosen Links die technische Funktion des Rankings genommen werden. In der Folge können Webmaster dafür sorgen, dass der Anreiz zum Setzen dieser Art von Links abgesenkt wird. Der Dofollow-Link hingegen unterstützt das Ranking der Zielwebseite und sorgt so für eine gezielte Aufwertung durch den Webmaster. 

Wie optimierst Du Deine Webseite?

Damit Deine Webseite bei einer Suche weit oben gelistet wird, muss sie nicht nur zur Suchwortkombination passen. Um Deine Seite weit vorn zu sehen, betreibst Du laufend Suchmaschinenoptimierung. Zur Optimierung Deiner Webseite gehören zum Beispiel gute Überschriften und eine interessante Themenauswahl für den Firmen-Blog. Gute und reichhaltige Inhalte werten eine Seite auf.

Auf jeder Webseite gibt es aber auch Ecken, die Deinem Ranking in der Suchmaschine eher schaden als nützen. Das tun sie nicht etwa, weil da nicht aufgeräumt wäre, sondern weil dort nichts passiert oder weil sich bestimmte Sorten von Links dort sammeln. Das können zum Beispiel bezahlte Links oder unsichere Inhalte sein. Hier kannst Du mit Nofollow-Links gezielt Deine Webseite optimieren.

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Dofollow oder Nofollow – Wie setzt Du die Attribute generell ein?

Normalerweise ist es gut, auf einer Webseite die dort platzierten Inhalte zu verlinken. Interne Links zu eigenen Texten auf dem eigenen Blog oder innerhalb der eigenen Webseite verleihen den Inhalten eine Struktur, die die Suchmaschine positiv bewertet. Die Suchmaschine schließt aus der internen Verlinkung, dass du inhaltlich gut aufgestellt bist. Denn Deine einzelnen Texte sind miteinander verknüpft und weisen eine inhaltliche Vernetzung auf. 

Externe Links sind ebenso ein sehr gutes Instrument, um Deine Seite im Suchmaschinenranking aufzuwerten. Dabei hängt die Bewertung allerdings davon ab, wohin Du verlinkst. Links zu sehr gut besuchten Seiten liefern eine bessere Bewertung als Links zu Seiten mit niedrigem Ranking. Links, die Dir im Suchmaschinenranking eher schaden, solltest Du daher mit einem Nofollow ergänzen, sodass sie von der Bewertung ausgeschlossen werden.

Wann setzt Du einen Nofollow Link?

Der Nofollow Link sollte in den folgenden Fällen genutzt werden:

Links in Blogs und Foren mit Kommentarfunktion

Auf interaktiven Seiten, in denen Besucher die Möglichkeit haben, eigene Inhalte zu verfassen und daher auch eigene Links zu setzen, können Nofollow-Links Spam vorbeugen. Hier verhindern Nofollow-Links, dass themenfremde Inhalte mit Verlinkungen zur Steigerung des Suchmaschinenrankings der eigenen Webseite als Kommentare gesetzt werden. Falls es bei Dir also „User Generated Content“ gibt oder Pingbacks kommen, stellst Du auch die darin enthaltenen Links besser auf „nofollow“. Andernfalls musst Du Dir die Zeit nehmen, um jeden Link genau zu prüfen. 

Verweist ein Link hingegen auf solide Inhalte und gute Quellen, dann ist ein Dofollow-Link die bessere Wahl.

Bezahlte Links 

Um mit einem Blog Geld zu verdienen, integrieren viele Blogbetreiber Inhalte, die von Auftraggebern bezahlt werden. In einem bezahlten Inhalt ist zumeist ein Link zum Auftraggeber integriert. Diesen solltest Du mit dem Attribut „nofollow“ ausstatten. 

Werbung

Auch Werbung solltest Du stets mit „nofollow“ kennzeichnen. 

Auflistung von Firmen

Listet eine Webseite eine Reihe von Firmen auf, mit denen der Betreiber der Webseite kooperiert, die er empfiehlt oder die sein Angebot ergänzen, dann sollten diese als Nofollow-Links gesetzt sein. 

Nicht vertrauenswürdige Inhalte

Unsichere Inhalte solltest Du zwar in jedem Fall auf Deiner Webseite oder Deinem Blog vermeiden. Nicht immer lässt sich jedoch bei umfangreichen Inhalten sofort eine zuverlässige Bewertung bewerkstelligen. Wenn Du keine Verantwortung für fremde Inhalte übernehmen möchtest, auf die ein Link von Deiner Seite verweist, dann solltest Du in jedem Fall einen Nofollow-Link setzen. 

Steuerung des Linkjuice

Mit dem Attribut „nofollow“ kannst Du den Linkjuice auf Deiner eigenen Seite sehr gut steuern. So wird die Bewertung von Seiten, die für Suchmaschinen unwichtig sind, herabgesetzt, wie zum Beispiel für Seiten zur Registrierung oder das Impressum. Damit steuerst Du eine verbesserte Bewertung durch Suchmaschinen auf andere Seiten Deiner Webanwendung, die Dir wichtiger sind. 

Wann solltest Du keinen Nofollow-Link setzen?

Das Attribut „nofollow“ solltest Du nie für interne Links auf Deiner Webseite verwenden. 

Dofollow-Links solltest Du hingegen unbedingt in einem sinnvollen Maß auf der eigenen Webseite zulassen. 

Wie gehst Du mit schlechtem Suchmaschinenranking um?

Die Bewertungskriterien der Suchmaschinen werden laufend kleinen und großen Änderungen unterworfen. Wird wieder einmal der Algorithmus angepasst und das Bewertungssystem einer großen Suchmaschine auf den Kopf gestellt, dann gilt: Keine Panik! Denn es kann Dir immer wieder einmal passieren, dass Dein Ranking plötzlich in einigen Bereichen sehr viel schlechter wird. In einem solchen Fall solltest Du kontrollieren, wo die Ursache hierfür liegt, um mit Bedacht in den Bereichen, in denen es Dir sinnvoll erscheint, Inhalte zu ergänzen oder zu überarbeiten. 

Welche Maßnahmen trifft Google? – Richtlinien für Links

Die Google Richtlinien geben eindeutige Rahmenbedingungen für Betreiber von Webseiten vor. Wer gegen die Richtlinien verstößt, der muss mit Abwertungen im Algorithmus rechnen. So gibt eine Google Richtlinie zum Beispiel vor, dass das Kaufen und Verkaufen von Links nicht erlaubt ist. Sobald für einen Link auf einer anderen Webseite ein Geldbetrag bezahlt wird, liegt eindeutig ein Kauf vor und der betroffene Betreiber einer Webseite verstößt damit gegen die Google Richtlinie. Mit gekauften Links versuchen Webseitenbetreiber oftmals, ihr Ranking zu verbessern. Da die Links jedoch keinen inhaltlichen Wert haben, schaden sie den Nutzern, denn gekaufte Links verfälschen die Suchergebnisse. Daher verbieten die Google Richtlinien gekaufte Links und empfehlen ihren Webmastern vielmehr, überzeugende Inhalte bereitzustellen, um ihr Ranking zu verbessern. Mehr über die

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