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Teamarbeit – wann sie sinnvoll ist und wann nicht

Achtung! Im folgenden Text wird einem Mythos aus der Arbeitswelt widersprochen. Falls Du weiter bedingungslos an Teamarbeit glauben möchtest – lies lieber einen anderen Artikel! Teamarbeit kann absolut kontraproduktiv sein. Es ist gesagt. Auf die eben gerissene Wunde kleben wir aber sofort ein Pflaster: Es ist nicht immer so. Organisations- und Wirtschaftspsychologen haben einiges über die Mechanismen von Teamarbeit herausgefunden: Wann sie sinnvoll ist und wann nicht und wie Teams die beste Chance auf erfolgreiche Projektabwicklung haben.

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Teamarbeit kann absolut kontraproduktiv sein. Doch es ist nicht immer so. Wissenschaftler haben einiges über die Mechanismen von Teamarbeit herausgefunden. Was genau, erfährst Du in diesem Beitrag. (Bild © unsplash.com)

Warum ist Teamarbeit oft kontraproduktiv?

Selbstdarsteller, Miesepeter, Querulanten, Unmotivierte – nervende Kollegen wirken bei der Teamarbeit wie Bremskraftverstärker. Ebenfalls motivationsmindernd: Im Team kann die eigene Leistung untergehen, die Anerkennung fehlen und überhaupt einiges schiefgehen. Ein Team ist also nicht mehr als die Summe seiner Teile, sondern unter Umständen äußerst problematisch für alle Beteiligten – und auch schlecht für das Arbeitsergebnis. Bei großen Team-Brainstormings kommt erwiesenermaßen weniger heraus, als wenn wenige Leute in ihren stillen Kämmerlein eine Idee erbrüten.

Was sagt die Wissenschaft zur Teamarbeit?

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert seit einigen Jahren ein , das sich mit den Effekten von Teamarbeit befasst. Befragungsstudien und Beobachtung in realen und gestellten Teamsituationen sollen Licht in die Prozesse menschlicher Teamarbeit bringen. Herausgekommen ist bisher, dass es Tätigkeiten gibt, die im Team gut funktionieren und solche, bei denen Teamarbeit eher negative Effekte hat. Und: Es kommt darauf an, welche Auswirkung die Teilleistung der Einzelnen auf die Arbeit der Kollegen hat.

Die wichtigste Motivation: Soziale Verantwortung

Soziale Verantwortung ist der beste Motivationsmechanismus im Team. Wir stehen drauf, für andere wichtig zu sein. Nicht die Größe des Teams macht den Erfolg aus, sondern soziale Prozesse. Niemand sollte absolut unersetzlich, aber jede besondere Spezialisierung nur einmal vertreten sein. Dann bekommt jeder im Team das Gefühl, dass von seinem Expertenwissen der Erfolg der Teammitglieder abhängt. Wichtig ist auch, dass allen der geplante Ablauf und der Zeitplan eines Projektes bekannt sind.

Daraus ergibt sich, dass ein Team mit klaren Regeln besser funktioniert als ein wild und zufällig zusammengestelltes. Experten, die sich aufeinander verlassen wollen, und transparente Abläufe sind bisher das zuverlässigste Rezept für Erfolg.

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