Lifestyle   07.8.2019

Tiere im Büro: Nicht immer eine gute Idee

Tiere im Büro sorgen für Entspannung, sind Sympathieträger und einfach knuddelig: So ein schnarchender Hund im Körbchen – hach! – der hat was! Es seufzt sich leicht vor verklärter Begeisterung. Doch in der Praxis können Hund und Katze im Büro auch für peinliche und den Arbeitsfluss behindernde Situationen sorgen. Außerdem: Was tust Du, wenn Mitarbeiter oder Kunden allergisch auf die Katze reagieren oder Angst vor Deinem Hund haben?

tiere im büro

Tiere im Büro sorgen für Entspannung, sind Sympathieträger und einfach knuddelig: Doch in der Praxis können Hund und Katze im Büro auch für peinliche und den Arbeitsfluss behindernde Situationen sorgen. (Bild © unsplash.com)

Tiere im Büro sind toll. Oder eben auch nicht. „Entschuldigen Sie, ich werde jetzt mal kurz sehr lautstark meinen Hund erziehen und bin dann gleich wieder für Sie da“ – das ist nicht eben, womit der Kunde am anderen Ende des Telefones rechnet, auch „Ich rufe sie sofort zurück, aber der Hund kotzt mir gerade unter den Schreibtisch“ klingt für einen klitzekleinen Moment lustig, dann aber auch ganz entsetzlich unprofessionell und unkonzentriert. Willst Du das? Bevor Du ein Tier in Dein Büro lässt, musst Du Dir klar sein, dass Du Dich nicht ständig von diesem Mitbewohner ablenken lassen kannst. Arbeiten willst Du ja auch noch. Arbeitest Du mit anderen zusammen an einem Ort, müssen alle mit der Anwesenheit des Haustieres einverstanden sein.

4 Gründe, warum Tiere im Büro auch mal stören:

  1. Kundenschreck und Lieferanten-Bremse
    Dein Hund ist nicht perfekt erzogen und spielt sich manchmal auf? Vor allem Territorialverhalten kann nicht nur im Alltag sondern ganz besonders im Büro eine ziemlich nervige Sache sein. Briefträger und Paketboten bekommen das ganz besonders zu spüren: Hunde haben ständig dieses „kaum-gebellt-und-schon-vertrieben“ Glücksgefühl, wenn sich diese Personen ganz schnell wieder entfernen. Auf Kunden macht es keinen guten Eindruck, wenn sie beim Besuch in Deinem Büro wahlweise verbellt oder aufdringlich beschnüffelt werden. Wenn Du den Vierbeiner mit zu Terminen beim Kunden nehmen willst: Aufgepasst – denn Deine Aufmerksamkeit sollte beim Kunden sein, nicht unterm Tisch, hinterm Stuhl und „Ohhhh, entschuldigung, das macht er ja sonst nie“. Wenn Dein Hund nicht zuverlässig Kommandos beherrscht, die ihn in seinen Korb oder unter den Tisch zurück bringen… dran arbeiten und solange es nicht klappt, den Vierbeiner aus dem Arbeitsbereich verbannen.
  2. Geräusche mit Erklärungsbedarf
    Krähende Hähne kann man mit offenem Fenster und dörflicher Umgebung erklären. Kreischende Kakadus, geschwätzige Sittiche – ja, auch die erfordern einige Worte der Aufklärung, wenn sie laut und unüberhörbar durchs Telefon tönen. Auch für einen Hund, der akut losbellt, weil er im Treppenhaus einen Laut gehört hat, hat der Mensch am anderen Ende des Telefons meist Verständnis. Aber – gib’s zu: Es gibt Situationen, da nervt es einfach! Wenn Du konzentriert an einem Projekt sitzt und der Köter ist zum 10ten Mal ausgerastet, weil beim Nachbarn ein Motor gestartet wurde, dann muss die Situation geändert werden. Entspannung, Auslastung und Erziehung für den Hund – oder der Waldi bleibt künftig zu Hause oder draußen.
  3. Kabel und Tastaturen – Der tierische Kollateralschaden
    Die Katze legt sich in die Unterlagen, räkelt sich auf der Tastatur und schwupps: Dein Projekt ist gelöscht, die externe Festplatte vom Tisch gefallen, Tasten klemmen oder der USB-Stick wird als vermeintliches Spielzeug unter Möbel gejagt. Der Hund möchte sich mal kurz ankuscheln, stellt sich dazu unter den Schreibtisch und latscht voll ins Druckerkabel, das er entweder raus reißt oder samt Drucker vom nächsten Möbelstück herunterzieht. Tiere im Büro haben – rein mechanisch betrachtet – großes zerstörerisches Potenzial. Nagetiere können auskneifen, Aquarien auslaufen: Was passiert, wenn über Nacht Deine Unterlagen im Regal unter dem Fischdomizil zu aufgequollener Pappmachée-Masse geworden sind oder Deine Ratte Deinen Rechner ruiniert hat – sei es durch Urin oder Kabel-Nager-Schäden? Wären Meerschwein, Hamster und andere Kleintiere nicht doch besser in einem anderen Raum als Deinem Büro aufgehoben?
  4. Das Dienstreise-Dilemma
    Mehrere Tage beim Kunden in einer anderen Stadt – als Hunde oder Katzenhalter weißt Du, wie kompliziert es nun werden kann. Du kannst Dein Tier nicht mitnehmen – denn was soll es über Stunden allein im Hotel? Mal abgesehen davon, dass man die Mehrkosten für die Unterbringung des Tieres wohl kaum dem Kunden mit in Rechnung stellen kann. So ideal die Betreuungssituation im normalen Alltag auch ist, wenn sich Tier und Homeoffice oder externes Büro gut kombinieren lassen, für die Tage, an denen Du unterwegs sein wirst, musst Du eine Lösung finden, noch bevor Du Tier und Beruf kombinierst.
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