Finanzen   08.8.2016

Umsatzsteuervoranmeldung erstellen: gut vorbereitet, schnell erledigt

Mit der Umsatzsteuervoranmeldung leitest du eingenommene Umsatzsteuer während des laufenden Kalenderjahres an das Finanzamt weiter. Je nach Umsatz und Unternehmen muss die Umsatzsteuer monatlich oder quartalsweise gemeldet werden. Eine Umsatzsteuervoranmeldung erstellen dauert mit guter Vorbereitung nur ein paar Minuten.

Umsatzsteuervoranmeldung erstellen - so geht's

Wurde zuvor ein genauer Blick auf die Finanzamt-Software ELSTER geworfen, geht das mit der Umsatzsteuervoranmeldung eigentlich ganz schnell.

Umsatzsteuervoranmeldung erstellen: So geht’s

Eine Umsatzsteuervoranmeldung muss auf elektronischem Wege zum Finanzamt. Als Unternehmer brauchst du daher einen Zugang zur finanzamtseigenen Online-Steuersoftware ELSTER. Vorteil: Das kostet nichts. Nachteil: Man muss sich in ELSTER ein wenig einarbeiten. Im Grunde bietet dir das Progamm alle Formulare an, die man früher immer als Papier-Version beim Finanzamt abholen musste. Das bedeutet, das Programm ist für Laien genauso schwer verständlich, wie es die Papiervordrucke auch waren. Es entfällt aber das lästige Formulare abholen und auch das Ausfüllen ist einfacher als auf Papier. Bequem an ELSTER ist zum Beispiel, dass es sich die sogenannten Stammdaten merkt: Steuernummer, Adresse etc. musst du also nur einmal eintragen und kannst diese Daten dann immer wieder übernehmen lassen.

Bevor es los geht: ELSTER und die Einzugsermächtigung

Tipp 1: Den Zugang zu ELSTER nicht erst auf den letzten Drücker einrichten. Unter Umständen kann es ein paar Tage dauern, bis du dein Sicherheitszertifikat bekommst. Das brauchst du für den verifizierten Online-Datentransfer.

Tipp 2: Hat das Finanzamt von dir eine Einzugsermächtigung? Falls ja kann deine Überweisung nicht mehr zu spät beim Finanzamt eintreffen und dadurch Ärger verursachen. Das Finanzamt holt sich das Geld selber ab. Es reicht, wenn deine Umsatzsteuervoranmeldung pünktlich ist.

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Nettoumsatz und Vorsteuer

Die meisten Unternehmen brauchen nun nur wenige Zahlen in das Elsterformular Umsatzsteuervoranmeldung eintragen. Bei manchen sind es nur zwei, drei oder vier – das hängt davon ab, was deine Firma anbietet. Von den gehandelten Waren oder der angebotenen Dienstleistung hängt ab, ob du es mit einem oder mehreren Umsatzsteuersätzen zu tun hast: 19% und/oder 7%.

In das Formular müssen die Nettoumsätze sortiert nach Umsatzsteuersatz eingetragen werden: Du rechnest also alle Nettoumsätze zusammen, auf die du 19% aufgeschlagen hast und trägst die Zahl in der dafür vorgesehenen Formularzeile ein. Und dann addierst du alle, auf die du nur 7% aufschlagen musstest und trägst das ein. Das gleiche tust du, falls du umsatzsteuerbefreite oder nicht steuerbare Umsätze hattest.

Das Formular errechnet jeweils, wie viel Umsatzsteuer auf diese Nettoumsätze angefallen sein muss. Nun trägst du noch den Vorsteuerabzug ein. Das sind die addierten Umsatzsteuerbeträge, die du im Laufe des Voranmeldezeitraums gezahlt hast. Hast du deine Eingangsrechnungen und Belege sorgfältig abgelegt oder in eine Rechnungssoftware eingegeben, kannst du die Zahl leicht ermitteln.

Ob und wie viel Geld das Finanzamt nun bei dir einzieht oder ob du eine Erstattung bekommst, errechnet das ELSTER-Formular von alleine. So einfach ging das Umsatzsteuervoranmeldung erstellen und nun kannst du sie elektronisch an das Finanzamt übermitteln: Fertig!

Zur Erinnerung: Wenn Du auch im EU-Ausland Umsätze erzielst, musst Du auch eine Zusammenfassende Meldung abgeben.

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