Finanzen   19.10.2016

Unternehmerlohn: So kalkulierst du dein eigenes Gehalt

Sich selbst vergessen Freiberufler und Gründer gerne, wenn es um die Finanzplanung ihres Startups geht. Dabei hast du dich doch selbstständig gemacht, um davon leben zu können. Um dein Gehalt bzw. die Privatentnahmen richtig zu kalkulieren, musst du wissen, wie hoch deine Lebenshaltungskosten sind. Da setzt das Minimum für deinen Unternehmerlohn an.

Auch beim Schreiben eines Businessplans solltest du dein eigenes Einkommen nicht vernachlässigen. Auch Investoren wissen, dass du essen, Miete zahlen und Urlaub brauchst, um dein Geschäft aufzubauen. Also plane dich selbst mit ein, wenn du Fördermittelanträge stellst.

Was brauchst du?

Unternehmerlohn: So kalkulierst du dein eigenes Gehalt

Wie viel von den Einnahmen deines Unternehmens in deiner eigenen Tasche landet, ist deine Entscheidung. Die aber weise getroffen werden muss.
(©sakkmesterke – Fotolia)

Freelancer kennen das von der Kalkulation ihrer Honorare. Der Stundensatz muss alles abdecken, auch die Zeiten, in denen du nicht arbeitest. Ähnlich sieht es bei der Kalkulation von Unternehmerlohn aus. Zu deinem Bedarf zählen alle laufenden Kosten wie Miete, Heizung, Strom, Wasser, Lebensmittel, Gebühren für Fernsehen, Müllabfuhr und Zeitschriftenabonnements, die Fitnessstudio-Mitgliedschaft und alle paar Jahre eine neue Waschmaschine. Du musst deinen Urlaub bezahlen und fürs Alter vorsorgen können. Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherung gehören dazu. Kindergartengebühren, Kinderfahrräder, ein Weihnachtsbaum, Hundesteuer, Katzenstreu und hin und wieder ein neues Meerschweinchen und Balkonkästen: dein Leben – mit oder ohne Familie – kostet Geld.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat eine Checkliste entwickelt, mit der du deinen Unternehmerlohn kalkulieren kannst. Was hier zusammen kommt ist die Untergrenze dessen, was du brauchst.

Regelmäßiges Gehalt oder Griff in die Kasse?

Von der Gesellschaftsform deiner Firma hängt ab, ob du einfach privat Geld entnehmen darfst oder dir ein regelmäßiges Gehalt mit Lohnsteuer etc. ausgezahlt wird. Als Geschäftsführer einer GmbH bekommst du Unternehmerlohn. Als Freiberufler kannst du nach Bedarf Geld vom Geschäftskonto auf dein privates Konto überweisen oder abheben.

Balance halten: nicht zu viel und nicht zu wenig Unternehmerlohn

Gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit sieht es oft mit den Gewinnen noch mau aus. Hier ist es ganz wichtig, abzuwägen, ob du zu viel oder zu wenig für deinen eigenen Lebensunterhalt aus der Firma entnimmst. Zu viel ruiniert womöglich deine Firma. Zu wenig lässt dich irgendwo zwischen Burn-Out und Chaos sitzen. Denn wenn du kaum genug zum Leben hast, verhinderst du auch, dass du dich voll auf dein Geschäft konzentrieren kannst.

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