Finanzen   19.7.2018

Verbuchung von Dividenden – so funktioniert’s

Der Handel mit Aktien ist zwar voller Risiko, erfreut sich aber dennoch wachsender Beliebtheit auch bei Unternehmen. Da erhaltene Dividenden eine Einnahme stellen, müssen sie auch versteuert werden. Wie die Verbuchung von Dividenden genau funktioniert, erfährst Du hier.

Verbuchung von Dividenden

Der Handel mit Aktien wird immer beliebter. So funktioniert die Verbuchung von Dividenden

Was sind Dividenden?

Um zu definieren, was eine Dividende ist, gilt es im Vorfeld den Begriff der Aktie zu klären. Die Aktie verleiht ihrem Besitzer eine Mitgliedschaft an einem Unternehmen. Die Aktie stellt einen Bruchteil vom Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Entweder ist der Wert einer Aktie durch ihren Nennwert in vollen Euro beziffert, oder es handelt sich um eine Stückaktie. Jede Stückaktie eines Unternehmens hält einen identischen Anteil, der je nach Unternehmenswert und Anzahl der Stückaktien schwankt. Die Dividende ist eine Gewinnausschüttung in Form des Gewinnanteils an einer Aktie. Dabei richtet sich der Gewinnanteil nach dem Unternehmensanteil, den die Aktie beziffert. Die Dividende basiert auf dem Jahresabschluss des Unternehmens, das die Aktien heraus gegeben hat. 

Wie behandelt der Fiskus die Dividende?

Die steuerliche Behandlung der Dividende erfolgt als Gewinnausschüttung. Privatpersonen müssen Dividenden anders versteuern als Einzelunternehmen, Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften. 

  • Privatpersonen, deren Aktien zum Privatvermögen gehören, versteuern Dividenden durch die Abgeltungssteuer, die seit 2009 für private Kapitalerträge erhoben wird. Die Abgeltungssteuer beträgt 25% des Gewinns. 
  • Einzelunternehmen und Personengesellschaften behandeln ihre Dividenden nach dem Teileinkünfteverfahren. Demnach gelten für Kapitaleinkünfte pauschal 25% an Steuerabgaben. Die Steuer in Höhe von 25% zuzüglich des Solidaritätszusschlages in Höhe von 5,5% (Stand 2018) werden vor der Ausschüttung abgezogen und direkt an das Finanzamt abgeführt. 

Wo gebe ich die Dividende in der Steuererklärung an?

Den Gewinn aus einer Dividende geben Einzelunternehmen und Personengesellschaften bei ihrer Einkommensteuererklärung an. Eine Kapitalgesellschaft hingegen versteuert den Gewinn über die Körperschaftsteuererklärung. 

Wie funktioniert die Verbuchung von Dividenden und Steuern?

Dividende in der Buchhaltung

Die allgemeinen Konten für Dividenden werden in den gängigen Kontenrahmen SKR 03 und SKR 04 „Erträge aus Beteiligungen“ genannt. Im Kontenrahmen SKR 03 lautet die Kontennummer 2600, in SKR 04 lautet sie 7000. Dort trägst Du die an Dich ausgegebenen Gewinne ein. 

Kapitalertragsteuer

Dividenden und ähnliche Ausschüttungen durch Kapitalgesellschaften unterliegen der Kapitalertragsteuer. Diese wird an der Quelle erhoben. Das bedeutet, dass Deine Bank oder die Kapitalgesellschaft die Steuer für Dich direkt an das Finanzamt abführt. Im Normalfall beträgt die Kapitalertragsteuer 25 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags. Du kannst aber auch beantragen, dass Deine Kapitalerträge den Steuersätzen Deiner Einkommensteuer unterstellt wird. Wenn diese weniger als 25% beträgt, dann können Deine Dividenden unter die niedrigere Steuer gestellt werden. Zudem kannst Du einen Freistellungsauftrag bei Deiner Bank stellen, um Deine Dividenden bis zum Freibetrag steuerfrei zu stellen.

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Buchung der Kapitalertragsteuer

Die Kapitalertragsteuer trägst Du im Kontenrahmen SKR 03 im Konto „Kapitalertragsteuer 25%“ mit der Nummer 2213 im Soll ein (Nummer 7630 im Kontenrahmen SKR 04). Zugleich kommt der Betrag auf das Konto „Bank“ mit der Nummer 1200 (SKR 03) beziehungsweise 1800 (SKR 04) im Haben.

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