Finanzen   28.11.2017

Projektfinanzierung: Vor- und Nachteile von Crowdfunding

Wem für die Realisierung einer Unternehmensidee das Geld fehlt, der hat verschiedene Möglichkeiten, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen: Kredite aufnehmen, Investoren finden, Geld bei der Verwandtschaft leihen, Gründungszuschüsse beantragen oder auch Crowdfunding, Crowdinvesting oder Crowdlending. Aber vorsicht: Es gibt zwar einige Vorteile, aber auch Nachteile von Crowdfunding.

Sammelaktion Crowdfunding

Beim Crowdfunding geht es darum, kleine und größere Beträge von Vielen einzusammeln. Die Unterstützer spenden das Geld entweder oder sie bekommen für ihren Beitrag eine vorab definierte Gegenleistung. Eine signierte Ausgabe des Buchs, das entstehen soll oder eine Namensnennung im Abspann des Films, der per Crowdfunding vorfinanziert wird. So ist zum Beispiel der Film Augenhöhe über die Arbeitswelt in Deutschland per Crowdfunding entstanden.

Die Vor- und Nachteile von Crowdfunding

Wer eine Idee hat, bei der es auch fremden Leuten am Herzen liegen könnte, sie zu verwirklichen, kann sich mithilfe von Crowdfunding finanzieren lassen.

Eine erfolgreiche Crowdfundingkampagne entsteht aber nicht von allein. Geld fließt nur, wenn insgesamt die Mindest-Förderhöhe erreicht ist. Und um dahin zu gelangen, müssen die Initiatoren viel Zeit und Arbeit investieren, denn den Erfolg zieht das Projekt aus seiner Attraktivität und Bekanntheit. Und damit sind an einigen Stellen die Vorteile auch gleichzeitig die Nachteile von Crowdfunding.

Vor- und Nachteile von Crowdfunding

Alle Punkte auf dem Weg zu einer erfolgreichen Crowdfundingkampagne haben zwei Aspekte: sie machen viel Arbeit und der Erfolg ist nicht garantiert.

Bekanntheit noch vor Projektstart / viel Arbeit für nichts

Die Unterstützter wollen etwas sehen. Nur mit Bildern, Texten und Film kannst du Interessenten davon überzeugen, dass deine Idee förderungswürdig ist. Das heißt, dass einerseits dein Produkt und deine Idee schon sehr weit gediehen sein sollten, andererseits gibst du von der Idee auch viel Preis. Während du noch auf Geld wartest, ist schon viel von deinem Plan im Netz. Nicht nur die – vielleicht berechtigte – Angst vor Ideenklau ist hier das Problem: Du gehst, je nachdem wie komplex deine Produkt- oder Geschäftsidee ist, mit sehr viel Arbeit in Vorleistung. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Scheitert das Crowdfunding, dann startest du wieder von vorn.

Natürlich hat dieses Risiko auch ein Gutes: Durch die Kampagne musst du deinen Plan sehr gut durchdenken und bist schon sehr klar und weit in deinen Plänen. Außerdem hat dein Produkt, wenn es erfolgreich umgesetzt werden kann, schon eine gewisse Bekanntheit im Netz.

Fans, Follower und Unterstützer bekommen / diese Gruppen (unter-)halten müssen

Eine Crowdfundingkampagne steigert den Bekanntheitsgrad deiner Idee. Da du dich intensiv mit der Präsentation deiner Idee und der Betreuung deiner Social Media Kanäle auseinandersetzen mussst, um deine Kampagne erfolgreich zu machen, bekommst du vermutlich viele neue Follower. Das ist erstmal gut. Gleichzeitig erwarten nun umso mehr Menschen, dass du weiter Interessantes auf deinen Seiten bietest. Ist die Kampagne erfolgreich, dann möchten vor allem die Unterstützter auf dem Laufenden gehalten werden. Zum einen erwarten sie irgendwann ihre versprochenen Gegenleistungen, zum anderen wollen sie auch etwas über den Projektverlauf wissen. Du musst also weiter Postings vorbereiten, Bilder liefern, die Seiten aufrecht erhalten, Fragen und Kommentare beantworten in einer Zeit, in der du vielleicht eigentlich lieber die Umsetzung des Projektes voran bringen willst.

Vor und Nachteile von Crowdfunding sind also oft eins. Überlege dir vorab, ob Crowdfunding zu deinem Projekt passt, ob die Idee attraktiv genug ist, um so umgesetzt zu werden und ob du auch langfristig Spaß daran hast, Einblicke in Projektverlauf und Fortschritte zu geben.

Weiterführende Links:

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