Finanzen   10.10.2016

Welche Steuern für Online-Shop Betreiber gibt es?

Du hast einen Online Shop? Das bedeutet, dass du ein Gewerbe angemeldet hast. Du hast es also in Zukunft mit mindestens drei Arten von Steuern für Online-Shop Betreiber zu tun: Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Einkommenssteuer.

Steuern für Online-Shop Betreiber: Umsatzsteuer oder Kleinunternehmerregelung

Welche Steuern für Online-Shop Betreiber gibt es?

Auch wenn ein Online-Shop ruck zuck und von jedermann eingerichtet ist – für Online-Shop Betreiber fallen trotzdem alle gängigen Steuern an.

Durch die Umsatzsteuer ist der Staat an allen Warengeschäften und Dienstleisterrechnungen beteiligt. Die Umsatzsteuer schlägt der Unternehmer auf jede Rechnung auf. Die vereinnahmte Steuer leitet er dann an das Finanzamt weiter. Gleichzeitig dürfen Selbstständige und Unternehmen aber die Umsatzsteuer, die sie selbst an Dritte gezahlt haben, von ihrer Steuerschuld abziehen. Das ist der sogenannte Vorsteuerabzug.

Für Unternehmen, die weniger als 17.500 Euro Umsatz im Jahr machen gibt es eine Sonderregelung: die Kleinunternehmerregelung. Wer das für sich in Anspruch nehmen kann, braucht sich mit Umsatzsteuer zunächst nicht zu befassen. Gleichzeitig verzichten Kleinunternehmer aber auf den Vorsteuerabzug. Fazit: Gut abwägen, ob du die Kleinunternehmerregelung nutzen willst.

Gewerbesteuer hängt von Umsatz und Standort ab

Zu den weiteren Steuern für Online-Shop Betreiber gehört die Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer ist eine Einnahmequelle für Städte und Kommunen. Sie wird von ortsansässigen Unternehmen gezahlt. Ein Ladengeschäft und Publikumsverkehr braucht es dafür nicht. Diese Steuern zahlen Online-Shop Betreiber also wie jeder andere Geschäftsinhaber. Allerdings fällt Gewerbesteuer erst an, wenn eine mehr als 24.500 Euro im Jahr erwirtschaftet werden. Die 24.500 Euro sind ein Freibetrag, der auch bei höheren Erträgen abgezogen wird.

Die Gewerbesteuer ist nicht überall in Deutschland gleich hoch. Das klingt erstmal absurd, aber wie viel Gewerbesteuer man zahlt, hängt vom sogenannten Gewerbesteuerhebesatz ab, den jede Kommune für sich festlegen. Ein niedriger Gewerbesteuerhebesatz kann einen Standort für die Unternehmensansiedlung attraktiv machen.

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Einkommenssteuer – Vorauszahlungen anpassen

Einkommenssteuer zahlt jeder auf das zu versteuernde Einkommen. Bei Selbstständigen kann das sehr unterschiedlich ausfallen: ein Jahr Topp, das nächste Flop. Dadurch schwankt aber auch die zu zahlende Einkommenssteuer. Mit dem Steuerbescheid legt das Finanzamt immer auch die Höhe der Einkommenssteuervorauszahlungen für das kommende Jahr fest. Quartalsweise wird dann etwa das abgebucht, was der Steuerbelastung aus der letzten Steuererklärung entspricht. Das kann für das laufende Steuerjahr unpassend sein, weil du entweder sehr viel mehr oder sehr viel weniger Umsatz machst. Dann solltest du unbedingt die Vorauszahlungsraten anpassen lassen, damit du weder zu viel noch viel zu wenig zahlst. Formloser Antrag beim Finanzamt reicht aus. Klar, mit der Steuererklärung wird das alles bereinigt. Du bekommst zu viel gezahlte Steuern zurück. Aber dieses Geld hattest du über Monate nicht zur Verfügung. Und was ist, wenn keine Rückzahlung, sondern eine hohe Nachzahlung ansteht und du das Geld dafür nicht zurückgelegt hast?

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