Finanzen   22.3.2018

Wertpapiere mit Krediten finanzieren

Es wird immer beliebter Wertpapiere mit Hilfe von einem Kredit zu finanzieren. Dies kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.

Ziel soll es sein, durch die Finanzierung mit Hilfe von einem Kredit ein größeres Volumen an Aktien kaufen und handeln zu können. Vor allen Dingen erfahrene Anleger erhoffen sich daraus eine deutlich höhere Rendite und wenden diese Option dann an, wenn besondere Wertpapiere auf den Markt kommen oder wenn sie von den Wertpapieren, die sie bereits halten, Zusatzkäufe tätigen wollen, weil sie eine Wertsteigerung in den nächsten Tagen bzw. Wochen vermuten.

Vergessen werden darf dabei jedoch nicht, dass der Wertpapierhandel ein risikobehaftetes Geschäft ist, welches nur dann erfolgreich absolviert werden kann, wenn entsprechendes Wissen rund um den Handel und die damit einhergehenden Geschehnisse vorhanden ist. Die Finanzierung des Wertpapierkaufs mit Hilfe eines Kredites sollte daher nur dann vorgenommen werden, wenn die Kenntnisse rund um den Aktienhandel weit über die Grundkenntnisse hinausgehen. Ansonsten kann es nämlich schnell zu einer Überschuldung kommen, die letztendlich in eine schwierige persönliche Situation führt, welche die wirtschaftliche Lage in großem Maße beeinflussen kann.

Wertpapiere mit Krediten finanzieren

Es gibt verschiedene Optionen, um Wertpapiere mit Krediten zu finanzieren. Eine Möglichkeit wäre der klassische Ratenkredit.

Welche Optionen gibt es, um Wertpapiere mit Krediten zu finanzieren?

Wird über einen Kredit im Rahmen des Aktienkaufs nachgedacht, dann bieten sich zwei Optionen für die Kreditaufnahme an. Auf der einen Seite steht der klassische Ratenkredit, der für den Aktienkauf zum Einsatz gebracht werden kann.

Beim Ratenkredit handelt es sich und einen Kredit, der ohne Zweckbindung einhergeht. Dies bedeutet im Detail, dass der Kreditinteressent dem geldgebenden Bankhaus nicht mitteilen muss, für welche Zwecke er das Geld aus dem Kredit zum Einsatz bringen möchte. Der Kreditnehmer muss dem Bankhaus somit nicht sagen, dass das Geld in eine risikobehaftete Finanzierung fließt, sondern kann dies verheimlichen und so dazu beitragen, dass eine Genehmigung des Kredites mit aller Wahrscheinlichkeit stattfinden wird. Voraussetzung für die Genehmigung des Kredites ist selbstverständlich immer eine gute Bonität des Kreditinteressenten.

Unser Tipp: Ein Vergleich hilft, das passende Kreditangebot ausfindig zu machen.

Als zweite Option wäre die Beleihung des Wertpapierdepots vorstellbar. Diese Art der Kreditform wird auch Effektenlombardkredit genannt und dient dazu, den so erzielten Wertpapierkredit für den Kauf neuer Wertpapiere zu nutzen. Der Anleger hat so die Möglichkeit, Trading Ideen zu realisieren, die ohne diese finanzielle Unterstützung vielleicht nicht möglich wären.

Ein solcher Wertpapierkredit funktioniert im Grunde genommen ähnlich wie ein Dispositionskredit. Der Kreditinteressent stellt einen Antrag auf die Beleihung des Wertpapierdepots. Dieser Antrag wird vom Depotanbieter geprüft und entsprechend in seiner Höhe angepasst bzw. ausgerichtet. Benötigt der Anleger Geld, dann kann er dies im Rahmen des vorher vereinbarten Kreditrahmens dem Wertpapierdepot entnehmen. Bezahlt werden keine monatlichen Raten und es entstehen auch keine festen Laufzeiten. Während der Kredit in Anspruch genommen wird, bezahlt der Anleger lediglich quartalsweise Zinsen. Die Rückzahlung des Wertpapierkredits kann in Teilsummen, in voller Höhe oder durch Wertpapierverkäufe erfolgen. Das Wertpapierdepot an sich gilt bei einem solchen Kredit als Sicherheit.

Die Bonität – Warum ist das ein wichtiger Faktor?

Beide Kreditvarianten funktionieren nur dann, wenn der Kreditinteressent eine gute Bonität mit sich bringt. Banken oder auch Broker verleihen kein Geld, wenn keine Absicherung vorhanden ist. Ferner muss bedacht werden, dass viele Kredite dieser Art nicht unbedingt mit den Renditen aus dem Aktienhandel zurückgezahlt werden können. Die wirtschaftliche Lage des Kreditnehmers muss daher so gut sein, dass die eventuell anfallenden Raten und die Zinsen bequem von anderen Einnahmen oder von den vorhandenen Reserven bedient werden können.

Ferner lohnt es, den Kredit zeitlich und auch in seinem Rahmen fest zu begrenzen. So kann eine Überschuldung vermieden werden und der Aktienhandel mit Hilfe von einem Kredit wird nicht zum Schleudersitz wird, der direkt in Richtung Schuldenfalle führt.

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