Gründung   18.8.2017

Wettbewerber als Konkurrenz oder Bereicherung?

„Es kann nur einen geben!“ behauptet der Highlander. Aber wenn es nur einen gäbe, dann wäre seine Geschichte überhaupt nicht spannend. Für Wettbewerb braucht es Wettbewerber, als Konkurrenz oder Bereicherung.  Nur wenn es andere Teilnehmer am Markt gibt, kannst du dich mit Alleinstellungsmerkmalen von dem Wettbewerber als Konkurrenz abheben. Wer ein neues Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt, der richtet sich dabei nach dem Bedarf der künftigen Kunden. Woran willst du denn ablesen, wenn nicht daran, was bisher zur Lösung dieses Problems eingesetzt wird? Das, was deine Wettbewerber vertreiben und herstellen und die Art wie sie es bewerben, lehrt dich ganz viel über den Markt auf dem du deine Nische besetzen willst.

Wettbewerber als Konkurrenz

Solltest du deine Wettbewerber als Konkurrenz oder Bereicherung sehen? (©peshkova)

Eine Konkurrenzanalyse macht jeder Gründer. Wer einen Businessplan schreibt, ist immer angehalten, auch die Konkurrenzsituation zu beleuchten. Geldgeber und Ämter wollen wissen, ob für dein Geschäft Bedarf besteht, ob es sich lohnt, zu investieren und ob du gegen die Alteingesessenen am Ort eine Chance hast. Die Frage ist also oft: Fehlt das, was du machen willst, dort, wo du es umsetzen möchtest?

Wettbewerber als Konkurrenz: Mach es etwas anders!

Wenn du dich mit einem eigenen Café selbstständig machen möchtest, ist es wichtig, zu wissen, wie viele es am Ort schon gibt. Bei deinen Konkurrenten siehst du, welches Angebot sie haben, welches Publikum sie anlocken und wie sie zu ihren Öffnungszeiten ausgelastet sind. Eventuell kannst du auch saisonale Unterschiede ausmachen. Und dann machst du all das anders, wovon du glaubst, dass es dir eine andere Zielgruppe erschließen kann oder einen Bedarf deckt, der so noch nicht bedient wird. Die Anzahl möglicher Café-Besucher lässt sich nicht beliebig steigern, aber es gilt, Zielgruppen zu definieren und Menschen dazu zu bringen, immer wieder zu kommen.
In deiner Stadt gibt es noch kein Café, das auch veganen Kuchen anbietet? Die anderen lassen sich den Kuchen liefern, du kannst ihn selber backen? Alle schließen schon um 18 Uhr und das auch im Sommer? Du hast die Möglichkeit, eine Kinderspielecke einzurichten und sowas gibt es noch in keinem Café in deiner Umgebung? Dann können Familien mit Kindern deine Zielgruppe sein.

Wettbewerber als Konkurrenz: Es sollte nicht nur einen geben

Wettbewerber als Konkurrenz kann eine Bereicherung sein, wenn du sie als Orientierungspunkt siehst, um mehr über Kundengruppen zu erfahren und um den Bedarf an einer Leistung aufrecht zu erhalten. Warum fahren Landbewohner zum Shoppen in Großstädte, wo es doch auch ein Schuhgeschäft und einen Bekleidungsladen am Ort gibt? Ganz klar: Um mehr Auswahl und ein größeres Angebot zu haben. Wo es nur einen gibt, da wird es leicht langweilig. Tut uns leid, Highlander!

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