Finanzen   06.4.2017

Wie finde ich die richtige Steuersoftware für die Steuererklärung?

Anfang des Jahrtausends forderte ein Politiker medienwirksam, die Steuererklärung solle auf einen Bierdeckel passen. Einfacher und schneller, das ist noch immer der Wunschtraum aller Steuerpflichtigen. Nur statt Bierdeckel soll jetzt alles digital ablaufen. Keine Papierformulare mehr, weniger Belege abgeben. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Und wie findest du die richtige Steuersoftware für die Steuererklärung?

Die richtige Steuersoftware für die Steuererklärung

Für Selbstständige und Freiberufler wird das Bierdeckelformat ein schöner Traum bleiben. Sie brauchen erheblich mehr Platz für alle Angaben, die wichtig sind, um die Steuerschuld zu ermitteln. Selbstständige haben es außerdem nicht nur mit der Einkommenssteuer zu tun. Verschiedene Steuerarten müssen in mehreren Steuererklärungen bearbeitet werden. Oft ist der Gang zum Steuerberater sinnvoll, weil du so deine vorbereiteten Unterlagen in fachkundige Hände geben kannst und ein optimales Ergebnis bekommst.

Wer die Steuererklärungen selbst angehen will, sucht sich eine Software, die unterstützend wirkt. Das finanzamtseigene und kostenlos nutzbare Programm ELSTER bietet zwar alle Formulare, es gibt dir aber kaum Tipps, wie du die ausfüllen sollst. Die Erklärungen, die das Programm zu den einzelnen Einträgen liefert, sind oft wenig laienverständlich.

Wie finde ich die richtige Steuersoftware für die Steuererklärung?

Steuererklärung – ein leidiges Thema. Die richtige Steuersoftware kann dir die Sache aber ungemein vereinfachen.

Was muss Steuersoftware können?

Steuersoftware soll dir die Steuererklärung leichter machen. Das ist kein kleiner Anspruch. Was auf den einen verständlich und logisch wirkt, ist für den anderen das genaue Gegenteil. Bevor du dir ein Programm anschaffst, musst du schauen, ob es das kann, was du brauchst.

3 Dinge, die Steuersoftware für Selbstständige können muss

  • Ist die Software auf Selbstständige ausgerichtet? Für Freiberufler und Unternehmerinnen sind nur Programme geeignet, die alle relevanten Steuerarten unterstützen. Du willst schließlich nicht nur deine Einkommenssteuererklärung sondern auch die EÜR oder die Umsatzsteuervoranmeldung damit machen.
  • Ermöglicht das Programm die elektronische Abgabe der Steuererklärung? Dazu muss es eine Schnittstelle zu ELSTER haben. Dadurch ermöglicht es die Online-Abgabe der Voranmeldungen und Erklärungen. Für Selbstständige ist das besonders wichtig, denn gerade von ihnen nehmen die Finanzbehörden kaum noch Angaben auf Papierformularen entgegen.
  • Eine Geschmacks- vielleicht auch eine Geldfrage: online oder stationär? Möchtest du ein Steuerprogramm kaufen, auf deinem Rechner installieren und damit arbeiten? Oder wählst du lieber eine Online-Lösung, bei der du auf einer Plattform arbeitest, die ständig aktualisiert wird? Plattformgebundene Lösungen sind von überall und verschiedenen Geräten aus nutzbar. Dabei liegen Daten in der Cloud, es fallen regelmäßige Kosten an. Bei der stationären Variante allerdings musst du dich alle Jahre wieder darum kümmern, die aktuelle Software nachzukaufen, zu installieren, alte Daten zu sichern und in die neue Software zu überspielen.

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Steuersoftware muss regelmäßig aktualisiert werden. Jedes Jahr gibt es Neuregelungen. Und von Jahr zu Jahr werden die Programme besser. Und weil die Steuererklärung ja immer erst zum 31. Mai abgegeben werden muss – dann aber plötzlich und überraschend – hast du ab Jahresanfang ein wenig Zeit, um Testberichte zu neuen Programmen zu lesen oder andere Selbstständige zu fragen, mit welcher Steuersoftware sie gute Erfahrungen gemacht haben.

Buchhaltungs- und Steuersoftware: best friends fürs Finanzamt?

Ein zusätzlicher Aspekt, um die richtige Steuersoftware für die Steuererklärung zu finden, ist gerade für Selbstständige wichtig, die ihre Buchhaltung bereits komplett elektronisch erledigen. Wenn sich deine Buchhaltungssoftware gut mit dem Steuerprogramm versteht, geht alles nochmal leichter.

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