24. Sep 2019 | Gründung
Gute Gründungsideen sind oft nur mit Geld umsetzbar. Aus einem Prototyp muss ein Produkt werden. Marketing und Vertrieb müssen starten können. Nur dann wird aus der Geschäftsidee ein Geschäft. Doch wo finde ich den Investor für mein Startup, der mir das nötige Geld dafür zur Verfügung stellt?
Für Gründer gibt es verschiedene Möglichkeiten, Geldmittel zu akquirieren, wenn die eigenen Rücklagen nicht ausreichen.
Der Kredit bei einer Bank ist der Klassiker der Finanzierungsarten. Banken verlangen allerdings Sicherheiten und Zinsen. Geld von der Bank kann langfristig teuer sein. Sicherheiten hast du als Gründer nicht unbedingt zu bieten. Banken sind aber nicht die einzigen möglichen Geldgeber.
Oma um den Sparstrumpf bitten oder Onkel, Tanten und Eltern einbinden ist zwar möglich, aber mit Risiken verbunden: Scheitert deine Geschäftsidee, dann wird dich das über alle Familienfeiern der nächsten Jahrzehnte begleiten.
Deine Idee oder dein Produkt ist attraktiv für eine Menge Menschen oder macht die Welt besser, schöner, interessanter: Dann hast du eine Chance, den Unternehmensstart über eine Schwarmfinanzierung zu realisieren. Erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen sammeln von einer großen Gruppe Menschen unterschiedlich hohe Geldbeträge ein. Dafür bekommen die Unterstützer eine vorher festgelegte Gegenleistung, die auch nur symbolisch sein kann.
Was gerne vergessen wird: Crowdfunding ist arbeitsaufwändig und zeitintensiv. Während der Kampagne selbst und auch hinterher, möchten die Unterstützer erfahren, wie es weiter geht. Als Gründer musst du also auf der Crowdfunding-Plattform präsent sein und mindestens einen erfolgreichen Unternehmensblog pflegen.
Varianten des Crowdfundings sind das Crowdinvesting und Crowdlending. Wer hier als Investor mitmacht, will sein Geld irgendwann zurück. Es ist entweder nur geliehen oder der Investor will auch am Unternehmensgewinn beteiligt sein.
Es gibt Business-Profis, die ihr Geld in Startups investieren. Das sind sogenannte Business Angels oder Venture Capital Firmen. Sie wollen für ihr Investment Unternehmensanteile und Gewinn erwirtschaften. Vorteil für dich als Gründer: Solche Unternehmer und Firmen sind sehr daran interessiert, dass dein Geschäft möglichst bald Gewinn abwirft und an Wert gewinnt. Willst du solch einen Investor überzeugen, muss dein Businessplan top durchdacht und fundiert sein. Um Kontakte zu Profi-Investoren zu knüpfen ist es hilfreich, an Fachmessen und Veranstaltungen für Gründer teilzunehmen und in Business-Netzwerken aktiv zu sein. Wer bei Gründerwettbewerben dabei ist, trifft dort ebenfalls auf mögliche Geldgeber. Um zu wissen, nach welchen Namen bzw. Personen du Ausschau halten willst, schadet es nicht, einige der vielen Gründer-Medien zu lesen.
Wenn du dann deinen Wunsch-Investor triffst, sollte dein Pitch gut sein und ein Exemplar des fehlerfreien Businessplans sofort zur Hand sein.