Organisation   25.9.2019

Wie viel Bildungsurlaub muss man genehmigen?

Wer Angestellte hat, weiß, dass irgendwann die Frage nach Weiterbildungsurlaub aufkommt. Doch wie viel Bildungsurlaub musst du als Arbeitgeber bewilligen? Welche Art von Fortbildung fällt darunter? Und wie ist es mit Bildungsurlaub für Selbstständige?

bildungsurlaub

Die meisten Länder erlauben fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr bzw. zehn Tage innerhalb von zwei Jahren. (Bild © unsplash.com)

Bildungsurlaub für Angestellte

Angestellte haben in vielen Bundesländern das Recht, bezahlt freigestellt zu werden für politische oder berufliche Weiterbildungsmaßnahmen. Teilweise gilt in einigen Bundesländern dies auch für die Qualifizierung für die Übernahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Jedoch darf jedes Bundesland die Modalitäten für den Bildungsurlaub selbst festlegen und tut dies in Arbeitnehmerweiterbildungsgesetzen. Diese legen fest, wie viel Bildungsurlaub Angestellten zusteht und wie lange volle Lohnfortzahlung gewährt werden muss.

Nur Bayern und Sachsen haben kein Weiterbildungsgesetz. Informationen zu den Regelungen in deinem Bundesland findest du hier:

Die meisten Länder erlauben fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr bzw. zehn Tage innerhalb von zwei Jahren. Bildungsurlaub muss gewährt werden, wenn nicht nur die Angestellten, sondern in erster Linie auch das Unternehmen davon profitieren kann. Wenn jedoch innerbetriebliche Gründe gegen eine Gewährung sprechen (wenn zum Beispiel der Angestellte im Betrieb dringend benötigt wird und der Urlaub anderer Angestellten fällt in dieselbe Zeit), muss der Bildungsurlaub nicht gewährt werden. Sollte dein Budget für Weiterbildungen für dieses Jahr erschöpft sein oder ist die Fortbildung in deinem Bundesland nicht anerkannt, musst du sie ebenfalls nicht unbedingt gewähren.

Bildungsurlaub für Selbstständige

Für Selbstständige ist Weiterbildung ein essenzieller Teil ihrer Existenz, denn wer sich nicht weiterbildet, verliert auf dem sich ständig verändernden Markt schnell den Anschluss. Doch natürlich gibt es, im Gegensatz zu den Angestellten, für dich keine Lohnfortzahlung während der Zeit deiner Abwesenheit.

Dafür kannst du aber „Bildungsschecks“ in deinem Bundesland oder die Bildungsprämie des Bundes beantragen. Informationen zu möglichen Weiterbildungen findest du bei der Arbeitsagentur oder direkt bei den Weiterbildungsinstituten vor Ort (s. dazu auch unsere Interviews mit Meik Zimmermann vom Institut für Weiterbildung und Kompetenzförderung Südwestfalen oder mit Anne Oppermann und Dr. Gereon Franken von der Fernstudienakademie Münster).

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