Gründung   18.7.2019

Zehn Anfängerfehler von Existenzgründern

Startups unterscheiden sich in Produkt oder Dienstleistung, in Art und Ort der Gründung, in Startkapital und vielen anderen Details. Doch viele Gründungen unterscheiden sich in einem nicht: in den Fehlern, die für viele Existenzgründer typisch sind. Wir zeigen dir zehn Anfängerfehler, die du nicht machen solltest.

anfängerfehler existenzgründer

Etwas, das viele Existenzgründer vergessen oder nicht so ernst nehmen: auf sich achten! (Bild © unsplash.com)

Kennst du deinen USP und dein Ziel? Sicher?

Ein Anfängerfehler ist, einfach mal drauflos zu arbeiten und dann zu sehen, was sich so ergibt. Manche arbeiten ohne Ziel und ohne ihren USP zu kennen. Doch was soll das bringen? Es verwirrt deine Kundschaft, dich selbst und deine Angestellten. Deshalb sei dir von Anfang an sehr genau darüber klar, was du genau willst, und wo die Einzigartigkeit deines Angebotes liegt. Das heißt nicht, dass du daran nicht noch herumfeilen kannst – aber um feilen zu können, muss erst einmal etwas vorhanden sein, das gefeilt werden kann.

Hör zu, wenn dir jemand einen Fehler aufzeigt.

Viele Anfänger hören automatisch weg, wenn sie jemand auf einen Fehler hinweist. Sie denken, da ist jemand bloß neidisch oder will sie demoralisieren. Und wenn auch noch die neuen Angestellten darauf hinweisen, fühlen sich viele in ihrer Ehre gekränkt und überlegen, wie sie diese Angestellten bloß wieder loswerden können. Tu das nicht. Hör genau zu, wenn dich jemand auf einen Fehler hinweist. Das kann dir viel Geld, Zeit und Ärger ersparen.

Diskutier nicht lang, sondern nimm dir Ratschläge zu Herzen.

Wenn Gründer einen Ratschlag erhalten, dann haben sie oft das Gefühl, dieser Ratschlag kommt von jemandem, der a) keine Ahnung hat, b) sich aufspielen will oder c) ein Besserwisser ist. Dementsprechend argumentieren sie dagegen, schließlich haben sie sich ja (meistens) etwas dabei gedacht, dass sie etwas so tun und nicht anders. Und in ihrer Branche und in der heutigen Zeit ist ohnehin alles anders. Spar dir diese Zeit – nimm den Ratschlag dankbar entgegen, diskutier gar nicht lang herum, sondern überlege, ob der Rat dir jetzt oder in Zukunft nicht doch nützlich sein könnte.

Kommuniziere vernünftig.

Kommunikation erscheint so leicht – und doch reden so viele Leute aneinander vorbei oder gleich gar nicht miteinander. Wenn Existenzgründer jedoch nicht vernünftig kommunizieren, können sie gleich einpacken. Das betrifft aber nicht nur die Kommunikation mit der Kundschaft, sondern auch z. B. mit den Angestellten.

Wenn du Leute einstellst, dann nicht, weil sie billig sind.

Einer der ganz großen Anfängerfehler: Leute einzustellen, deren wichtigste Qualifikation ist, dass sie billig sind. Das wird sich bald rächen. Denn so engagiert sie sein mögen – es gibt einen Grund, warum sie billig sind. Und sehr häufig ist der Grund, dass sie die Fähigkeiten, die sie für dein Startup bräuchten, gar nicht haben. Wähle daher klug, ob du wirklich an diesem Ende sparen willst. Hier verraten wir Dir, warum es sogar sinnvoll sein kann, überqualifizierte Bewerber einzustellen.

Wenn du Leute einstellst, dann sei dir klar, was genau sie tun sollen.

Gerade Existenzgründer haben wenig klare Vorstellungen davon, wie die Jobs, die sie vergeben, genau definiert sind, welche Aufgaben sie beinhalten und welche nicht. Darüber solltest du dir aber im Klaren sein, denn wenn du es nicht weißt, wie sollen es deine Angestellten wissen?

Hab keine Angst zu scheitern.

Viele Innovationen, auch bei Existenzgründern, werden zurückgehalten, bis es zu spät ist, weil die Angst vorherrscht, damit baden zu gehen. Das Risiko ist immer da – es ist auch dann noch da, wenn du gar keine neuen Schritte wagst, denn genau das kann dir ebenfalls das Existenzgründer-Genick brechen. Du hast eine Existenz gegründet – das erfordert Mut. Den musst du aber weiterhin und immer wieder beweisen, und die Angst vorm Scheitern verdrängen, damit dein kleines Unternehmen Zukunft hat.

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Teile deine Ideen. Suche das Feedback.

Viele sprechen über ihre Ideen nicht, aus Angst, jemand könnte sie stehlen und damit ein höchst erfolgreiches, profitables Unternehmen aufbauen, während man selbst, als der Ideen-Erfinder, das Nachsehen hat. Ideen sind aber selten so wertvoll, wie die meisten glauben. Was sie so wertvoll macht, ist ihre perfekte Umsetzung. Die wird aber nur dann perfekt, wenn du alles gut überdacht hast. Und Überdenken beinhaltet immer auch, das Feedback von anderen, Erfahreneren, Fachfremden und zukünftigen Kunden einzuholen.

Achte auf dich selbst.

Etwas, das viele Existenzgründer (aber auch langjährige Selbstständige) vergessen oder nicht so ernst nehmen, ist, dass sie ganz besonders gut auf sich selbst achten müssen. Als Angestellter kann man immer wieder auf eine Krankschreibung zurückfallen. Davon wird eine Firma in der Regel nicht bankrott gehen. Aber Existenzgründer sind darauf angewiesen, für eine lange Zeit fit, arbeitsfähig, kreativ und aktiv zu sein. Deshalb solltest du besonders großen Wert darauf legen, dich gut um dich selbst zu kümmern und genügend Auszeiten von der Arbeit zu nehmen.

Mach nicht alles allein.

Ergänzend zum letzten Punkt solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, bei der Existenzgründung noch jemanden mit ins Boot zu holen. Das könnte nicht nur dir persönlich zugute kommen. Es könnte auch deiner Geschäftsidee zum entscheidenden Schub nach vorn verhelfen. Denn zu zweit lässt es sich oftmals besser denken – viel mehr Ideen kommen im Austausch zustande, man hat immer ein Korrektiv für die eigenen Vorschläge, man kann sich rückversichern, und man trägt alles gemeinsam. Die Kooperation muss nicht ewig dauern, wenn sie irgendwann nicht mehr so gut funktioniert. Aber den Start kann sie vereinfachen, und es ruht nicht alles auf deinen Schultern. Es muss übrigens gar keine Kooperation sein – es hilft schon, wenn du z. B. Buchhaltung, Steuer, Werbung, Website und Webtexte oder noch ganz andere Dinge Profis überlässt, anstatt alles selbst zu machen. Ja, das kostet Geld, aber es erspart die einen Haufen Zeit und Nerven.

Wenn du diese Punkte beachtest, dann steht deiner erfolgreichen Existenzgründung schon deutlich weniger im Wege als zuvor!

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