30. Jan 2018 | Gründung

Vom Zeichnen leben: Selbstständig als Illustrator

Das – ist – das –Haus – vom – Ni-ko-laus. Illustratoren können mehr als ein paar Striche auf Papier bringen. Illustratoren sind oft sehr gute Zeichner. Sie kennen sich aber auch mit vielen anderen digitalen und analogen Techniken aus, um Bilder auf Papier zu bringen. Mit ihren Illustrationen hauchen sie einem Thema oder einer Geschichte Leben ein. IT-technisch gesehen muss man also fit sein, wenn man selbstständig als Illustrator arbeiten möchte.

Welche Tätigkeitsfelder umfasst der Beruf Illustrator/-in?

Ob Handarbeit oder digital erzeugt: Illustrationen verdeutlichen ein Thema, unterstützen eine Botschaft oder helfen, eine Geschichte zu erzählen. Damit sind die möglichen Einsatzfelder und Auftraggeber vielseitig. Ob Kinderbuch, Zeitschriftenartikel, Informationsbroschüre, Schulbuch, Spiele, Kalender, Kinderzimmertapeten, Websites oder Geschäftsberichte: ganz viele Medien enthalten Illustrationen. Die hat alle jemand entworfen und realisiert.

Vom Zeichnen leben können: Selbstständig als Illustrator
Selbstständig als Illustrator? Ein Talent fürs Zeichnen ist hierbei unabdingbar.

Dabei muss nicht jeder Illustrator jede Technik beherrschen. Breit aufgestellt zu sein, sichert Dir aber eine größere Basis an möglichen Kunden. Immer nur Kinderbuch – da ist der Markt halt doch begrenzt. Wer offen für verschiedene Techniken und Kunden ist, hat mehr Möglichkeiten, gute und auch gut bezahlte Aufträge zu bekommen.

Wie wird man Illustrator/-in?

Illustration kann man studieren – mit unterschiedlichen Schwerpunkten, in verschiedenen Städten. Zum Beispiel bietet die HAW Hamburg einen Bachelor-Studiengang Illustration an. Wie bei anderen künstlerischen Studiengängen auch, gibt es ein Zulassungsverfahren, dass die Eignung feststellen soll. In vielen Fällen werden dazu z.B. Mappen mit Arbeitsproben geprüft. Angehende Illustratoren sind also oft schon lange begeisterte und geübte Zeichner.

Das gewählte Studienfach muss aber nicht zwingend Illustration heißen: Auch Grafikdesigner, Mediendesigner, Cartoonisten oder andere künstlerische Berufe sind ein möglicher Einstieg in dieses Arbeitsfeld. Und immer wieder machen dafür begabte Menschen auch ohne formale Ausbildung einfach ihr Hobby zum Beruf. Viele Wege qualifizieren also zum Illustrator. Das Hauptargument für dich als Auftragnehmer wird bei deinen Kunden später dein Talent und deine Fähigkeit, ihre Ideen einzubeziehen und weiterzuentwickeln sein. Als Illustrator musst du nicht nur die eigene Fantasie einbringen, du musst auch die Kundenwünsche aufnehmen und realisieren können.

Selbstständig als Illustrator: Freiberufler im künstlerischen Bereich

Wer selbstständig als Illustrator unterwegs ist, der ist Freiberufler. Das bedeutet: Du kannst ziemlich sofort loslegen, wenn du dich selbstständig machst. Weder brauchst du eine Kammermitgliedschaft noch einen Gewerbeschein. Aber das Finanzamt musst du informieren und den Fragebogen zur Betriebseröffnung ausfüllen. Dabei legst du unter anderem fest, ob du zunächst als Kleinunternehmer agieren möchtest oder gleich auch Umsatzsteuer auf deine Rechnungen aufschlagen willst. Das bedeutet auch, dass du dir zumindest schonmal Gedanken zu deinen künftigen Umsätzen gemacht haben solltest. Denn sobald du dich selbständig als Illustrator auf dem Markt bewegst, geht es nicht nur um Kunst sondern immer auch um die Frage: Bekomme ich für meine Arbeit ein angemessenes Honorar und habe ich genug Aufträge?

Wie auch bei Musikern, Künstlern und Autoren sind die Werke von Illustratoren urheberrechtlich geschützt. Bist du selbstständig als Illustrator, dann verkaufst du deinen Kunden ein Nutzungsrecht an einem beauftragten Werk. Honorare können sich aus Erstellungshonorar und Nutzungsrechten zusammensetzen oder aus Pauschalen bestehen. Jede weitere Nutzungsmöglichkeit, die der Kunde nutzen möchte, macht das Werk teurer bzw. erhöht dein Honorar.

Da Illustratoren in den meisten Fällen recht eindeutig einem künstlerischen Beruf nachgehen, müssen sich selbstständige Illustratoren über die Künstlersozialkasse versichern und sind damit nicht nur krankenversichert, sondern zahlen auch in die Deutsche Rentenversicherung ein.

Es lohnt sich außerdem, der beizutreten. Die Verwertungsgesellschaft sammelt die Tantiemen für die Nutzung von Werken ein und schüttet sie an die Wahrnehmungsberechtigten wieder aus, die zu diesem Zweck einmal im Jahr all ihre Werke melden müssen.

Diesen Text haben wir zuletzt im Mai 2018 aktualisiert.

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